Self-Love Letters

Shownotes

In dieser Ausgabe des Schreibcast besprechen wir eine reflexive Schreibtechnik: In Self-Love Letters beschäftigt man sich schreibend intensiv und bewusst wertschätzend mit der eigenen Person. Basis für unser Gespräch ist ein Forschungsbeitrag von Nora Peters und Jana Zegenhagen und noch früher Birtes Tagungsteilnahme an der Tagung "Warum Schreiben. Schreiben als transformative Praxis", auf der die beiden Autorinnen ihre Forschungs vorgestellt haben.

Aus der Tagung ist ein Sammelband im Open Access entstanden. Den Band "Schreiben als transformative Praxis" (2025) könnt ihr euch herunterladen, wir beziehen uns für diese Folge auf den Beitrag "Self Love Letters. Wohlbefinden steigern durch selbstwertschätzendes Schreiben" von Peters und Zegenhagen.

Zum in der Folge erwähnten Youtube-Video gelangt ihr hier: How to Write a Love Letter to Yourself!


Ihr erreicht uns per Mail unter kontakt@birte-stark.de

Hier findet ihr den Podcast und uns in sozialen Netzwerken:

Transkript anzeigen

00:00:14: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Schreibcast-Folge.

00:00:19: Herzlich Willkommen Dennis!

00:00:25: Ich reagiere auf meine Namen und eine beliebige Grußformel davor.

00:00:37: Wirklich hab das ja jetzt schon... Ich weiß, dass ich es in der Podcast-Folge sage.

00:00:43: Die jetzt vor dieser erscheint.

00:00:45: weil ich die heute schneide Dass ich immer sage Hm bei Studio Link bin ich mir nie ganz sicher ob die Aufnahme auch wirklich läuft.

00:00:54: Das ist immer so ein komischer Start für mich.

00:00:57: Aber wir gehen jetzt vom allerbesten aus und vielleicht Verraten wird es einfach oder?

00:01:03: Dass wir das gestern schon mal versucht haben aufzunehmen.

00:01:07: Ja,

00:01:08: genau gestern ist es wahrscheinlich an der Hitze gescheitert und nicht weil wir nicht mehr konnten aber so eines unserer technischen Geräte die für die Aufnahme wichtig waren.

00:01:17: Nicht mehr konnte und wollte

00:01:20: mein Computer.

00:01:20: ja haben wir gesagt das lassen wir vielleicht jetzt erst mal.

00:01:25: also es gab wirklich keine Möglichkeit vorzufahren und wir hatten gestern so gute zwanzig Minuten, dann hatten wir aber auch noch ein bisschen Knacken auf der Aufnahme.

00:01:33: Und jetzt haben wir gesagt okay, wir probieren es heute nochmal neu!

00:01:36: Ist ähnlich heiß zumindest bei mir.

00:01:38: also ich bin auch perfekt dafür geeignet das nochmal aufzunehmen.

00:01:41: Ich bin in der gleichen Verfassung wie gestern in etwa.

00:01:44: Mir ist heiß, ich sitze hier in meinem Dachzimmer und ich bin mir nicht sicher ob viele gut formulierte Gedanken aus mir herausströmen werden Aber ich werde mein Bestes geben

00:01:56: doch bestimmt.

00:01:59: Wir sprechen heute über ein Text, über dessen Thema wir am Rande quasi schon mal gesprochen haben denn ich war und ich habe das gestern überlegt wann genau das war.

00:02:13: wie hätten dass in der Zwischenzeit nachschlagen können in Bremen bei der Tagung.

00:02:18: warum schreiben?

00:02:19: Schreiben als transformative Kraft.

00:02:22: Ich glaube es ist anderthalb Jahre her Ende vierundzwanzig, das war auf jeden Fall Winter.

00:02:29: Und vierund zwanzig stimmt auch.

00:02:31: also kommt's hin?

00:02:32: Das definitiv und der dazu gehörige Tagungsband ist fünfundzwantzig erschienen.

00:02:39: Ich habe ihn aber vor kurzem erst entdeckt.

00:02:41: Ja ich hab ihn erst entdacht als du mich darauf hingewiesen hast dass er jetzt da ist.

00:02:46: Ich weiß er wurde definitiv angekündigt, das hatte ich noch mitbekommen Und ich habe auch tatsächlich nochmal gecheckt, ob wir ihn im Schreibzentrum schon hatten irgendwo.

00:02:58: Aber auch das nicht.

00:02:59: Das hab' ich jetzt geändert.

00:03:01: Der ist jetzt bei uns am Schreib-Zentrum runtergeladen und wird dann demnächst auch bestellt.

00:03:05: Sehr gut!

00:03:07: Ja... Ich hab den entdeckt weil ich nach Beiträgen von Rosalie gesucht hab.

00:03:14: Hey, behauptet man findet's irgendwie.

00:03:18: Und in diesem Beitrag?

00:03:23: In diesem Band, wollte ich eigentlich sagen.

00:03:26: Ist auch ein Beitrag drin zu einer Session von Jana Zegenhagen und Nora Peters.

00:03:35: Die haben es gab bei der Tagung so eine Art Poster-Session Und so eine art weil sie genau an einer Stelle abgewichen ist nämlich An dieser Beitrag von Jana und Nora.

00:03:52: Die haben nämlich eine Station gemacht, wo sie ein Schreibprojekt von sich selbst vorgestellt haben, nämlich dass sie selbst einen Monat lang zwei Mal im Abstand von einem Jahr jeden Tag Liebesbriefe an sich selbst geschrieben haben zu diesem... Und das.

00:04:11: dann gab es halt Ein Experiment quasi, das heißt alle waren angehalten sich hinzusetzen und dann ein liebes Brief an sich zu schreiben.

00:04:20: Das war für so eine Tagung... ...für mich zumindest ein ungewohntes Ereignis.

00:04:29: Und es gab dann später noch einen Session dazu als ein Talk wo sie das Ganze mit Theorie hinterlegt haben.

00:04:39: Was meinst du?

00:04:39: Mit später war das zeitlich voneinander getrennt also Dafür ging ein bisschen Zeit zwar nicht direkt im Anschluss.

00:04:45: Genau die Pustersession war für alle, das heißt wir wurden so in kleinen Grüppchen aufgeteilt und durch so verschiedene Stationen durchgeschläuzt sozusagen.

00:04:54: Es gab dann noch eine andere irritierende Station ich weiß nicht mehr genau da mussten wir irgendwie Gedichte schreiben oder so Und dann konnte mich aber schon nichts mehr so richtig irritieren weil ich musste mein liebes Brief an mich selbst schreiben.

00:05:11: Es war auf jeden Fall nicht berieseln lassen.

00:05:14: Nee, klingt überhaupt nicht danach.

00:05:15: vor allem halt auch wirklich mit so sehr kreativen Schreibstrategien die man jetzt vielleicht in diesem Kontext nicht erwarten würde.

00:05:21: Ja total gut.

00:05:23: also Irritationsmomente sind ja öffnen Türe auf der Bildungsebene.

00:05:31: Sehr spannende Ideen und mich hat es total interessiert was die dazu... Erzählen und deswegen war ich dann auch noch in dem anschließenden Beitrag, wo sie denn.

00:05:46: In der anschließende Session, wo Sie dazu erzählt haben...

00:05:52: Bist du hingegangen weil Du den Liebesbrief vorher geschrieben hattest oder wärst du so oder so in die Session gegangen?

00:05:58: Das weiß ich nicht!

00:06:00: Es ist möglich dass ich da hingegangen bin, weil ...

00:06:03: Also ich meine ist ja super gutes Marketing, wenn es genau so funktionieren würde.

00:06:09: Ich glaube das... weißt du diese Tagung?

00:06:13: Da sind ja immer so drei Slots parallel die alle toll und spannend waren.

00:06:21: Und natürlich war viel zu KI was mich auch total interessiert hat.

00:06:31: war das auch noch mal sehr anders, weil das auch damit nichts zu tun hat.

00:06:37: Es ging nicht explizit um wissenschaftliche Schreiben, es ging nicht um so.

00:06:42: Es war sehr ruhig und irgendwie... Ich wollte gerne diese Ramung dazu.

00:06:51: Also ich war da und fand es irritierend gut und dann haben die Da auch schon angekündigt, dass sie in diesem Talk den ganzen Rahmen geben und das hat mich dann angefixt.

00:07:05: Ja, hat funktioniert.

00:07:06: Marketing hat funktioniert können Sie gut.

00:07:10: Hätte mich nämlich glaube ich auch vielleicht eher dazu verleitet?

00:07:14: Das habe ich gestern auch schon gesagt.

00:07:16: du hast jetzt einen Text ausgewählt dem wir uns heute auch noch mal näher ansehen wollen der so ein bisschen klischeehaft mich potenziell eher nicht so angesprochen hätte also vor allem eine Schreibmethode die mich persönlich nicht so sehr angesprochen hätte.

00:07:30: Äh und ähnlich wäre es mir glaube ich auf der Konferenz gegangen, das wär jetzt wahrscheinlich wenn da irgendwie andere Dinge parallel gewesen wären die mich wirklich interessiert hätten.

00:07:39: Nicht die Session gewesen in der ich gelandet wäre vermute ich.

00:07:42: Hätte ich das aber vorher ausprobiert kann das auch schon wieder ganz anders aussehen.

00:07:49: also so ein praktisches Hands-on hätte mich dann auch mehr dazu verleitet.

00:07:54: Ansonsten hätt' ich's glaube ich sehr schnell abgestempelt als ist nicht mein Cup of Tea, muss

00:08:00: ich sagen.

00:08:00: Ich weiß gar nicht ob ich sonst hingegangen wäre.

00:08:02: tatsächlich aber genau.

00:08:04: ich war da und dann wollte ich die versprochene Ramung dazu.

00:08:08: Genau.

00:08:08: Und mehr darüber hören.

00:08:12: Ja also ich habe mich auch total gefreut.

00:08:14: jetzt nochmal.

00:08:14: Ich hab das ja vorgeschlagen lassen uns mal den Beitrag lesen.

00:08:18: Auch natürlich weil wir uns vorgenommen haben nicht jede Woche über KI zu sprechen.

00:08:23: Ich weiss gar nicht, ob wir das hinter den Kulissen... ... oder ob wir das auch

00:08:26: im Podcast

00:08:27: gesagt haben.

00:08:28: Ich glaube,

00:08:28: wir haben das im Podcast... Wir haben

00:08:29: es auch im podcast gesagt?

00:08:30: Genau!

00:08:31: Das ist jetzt unser Versuch, dass wir sagen, wir alternieren jetzt immer so ein bisschen zwischen KI-Themen die wir sicherlich weiterhin haben werden weil da jetzt auch momentan halt einfach viel passiert.

00:08:39: aber es passiert ja zum Glück auch genug.

00:08:42: im analogen Analogeschreiben ist immer falsch im NichtKI schreiben ich habe irgendwie... Da gibt's doch keinen so richtig gutes Analoges schreiben ist so diese Schreiben mit der Hand, aber nehmen wir so.

00:08:54: Naja nicht KI schreiben hier haben wir was was glaube ich durchaus sehr analog ablaufen könnte weil natürlich diese Liebesbriefe sich auch perfekt für handschriftliches schreiben eignen wenn auch würde ich behaupten in dem Umfang, in dem Nora und Jana das für sich selbst ausprobiert haben.

00:09:16: In der Zeit wo sie das quasi tatsächlich getestet und erforscht haben.

00:09:21: Denn die beiden haben wirklich muss man schon mal sagen Massen an Text produziert.

00:09:26: Ja, dreißigtausend Wörter in einem Monat finde ich schon kann man machen

00:09:32: Da würde man bei so einem Nano-Remo... Das

00:09:35: ist ja fast schon Nano-Remo ne?

00:09:37: Schon Wenn man da mit so einem November, so einen Streit November durcharbeiten würde.

00:09:42: Würde man sagen am Ende.

00:09:43: Hey ja hat sich richtig gelohnt bin ich gut.

00:09:45: Bin ich gut vorangekommen?

00:09:47: Ja was ist denn Nanorimovie?

00:09:49: viel?

00:09:49: Da gibt es auch eine Wortanzahl die du fünfzigtausend.

00:09:53: Es könnten fünfzig tausend sein.

00:09:55: Ich habe es nicht mehr im Kopf.

00:09:55: also ich meine man kann da sich auch selbst Ziele stecken.

00:09:57: aber ich glaube das ist immer ein bisschen das Nicht empfohlene.

00:10:00: aber sowas gemeinschaftliche goal glaube ich.

00:10:02: ja ich glaub fünfzig Tausend Wörter.

00:10:05: Sowas hab ich auch im Kopf ohne jetzt irgendwie nachgeguckt zu haben.

00:10:08: Kannst ja auch bei Marathon selbst Ziele stecken, so was wie auf der Hälfte breche ich halt einfach ab.

00:10:15: Aber beim Nano Remo kommt niemand und trägt dich von der Strecke wenn du die Zeit nicht einhalten kannst.

00:10:22: Keiner sagt sorry du hast jetzt zehn Tage lang nichts gemacht.

00:10:26: Ja vielleicht.

00:10:30: Ja gut auf jeden Fall waren die beiden unfassbar produktiv.

00:10:34: genau sie haben es nämlich so aufgeteilt.

00:10:36: also Ich sage kurz die Zahl, aber dann springen wir vielleicht noch mal kurz zurück.

00:10:40: Die beiden haben für einen Monat am Stück jeden Tag ein Liebesbrief an sich selbst geschrieben.

00:10:47: von Tausend Wörtern Umfang und tausend Werter-Umfang sind so ungefähr dreieinhalb, vielleicht sogar vier Normseit am Computer geschrieben nicht handschriftlich geschrieben also so dreizig Zeilen A, circa neun Komma irgendwas Wörter pro Zeile.

00:11:08: Genau und das ist wahnsinnig viel Text?

00:11:10: Und es ist nicht Freeriding oder...

00:11:12: Es ist nicht Freewriting!

00:11:13: Das werden wir jetzt auch gleich noch erörtern.

00:11:17: ein bewusstes schreiben.

00:11:19: Es kann ein emotional anstrengendes Schreiben sein, auch wenn es Liebesbriefe sind weil man verarbeitet damit auch Situationen oder man kann genau das damit machen.

00:11:30: Man setzt sich mit sich selbst auseinander und man macht es eben nicht so als einfach nur so... also was anderes als morgenseiten.

00:11:40: Da hatten wir gestern, glaube ich auch den Vergleich gezogen.

00:11:43: Morgenseiten sind ja so dieses man schreibt halt auf also man steht auf und sehr sehr früh am Morgen.

00:11:48: als eine der ersten Tätigkeiten schreibt man diese Morgensaiten aber die schreibt Man Ja schon noch sehr so stream of consciousness mäßig ohne jetzt so einen großen plan wo das hingehen soll Und auch ein bisschen so viel man

00:12:00: lustet.

00:12:03: Und dass es nicht der fall bei self love letters so wie wir das verstanden haben.

00:12:09: Es geht um die Auseinandersetzung mit Rollen.

00:12:14: Ich weiß nicht, ob es nur darum gehen sollte?

00:12:16: Das war das eine Bedingung.

00:12:17: Eine Bedingungen war auf jeden Fall dass es wertschätzend mit sich selbst ist.

00:12:23: Genau!

00:12:24: Das ist auch ein Regel, den man in einem kleinen Video zu sehen bekommt... Jana und Nora ebenfalls genutzt haben.

00:12:32: Von einer YouTuberin, das Video ist schon von zwei tausend siebzehn.

00:12:36: Ich würde sagen dass wir das video verlinken wir auch in den shownauts.

00:12:39: ich habe es mir auch angesehen.

00:12:41: Das ist auch wirklich dann nur so acht Minuten lang.

00:12:44: Und das nennt sich How To Write A Love Letter to Yourself.

00:12:48: von einem YouTube-Channel namens Overall Adventures, da sitzt in diesem Video eine englisch sprechende Frau vor der Kamera.

00:12:57: ich habe keine Ahnung also ich hab mir den Channel nicht weiter angesehen.

00:12:59: Ich weiß nicht ob dieser Channel nur sie ist Sie isst aber sagt sie in dem Video oder zumindest vor neun Jahren war sie halt auch so ein bisschen So ich glaube so in diesen Bereich Motivational Coach und Achtsamkeit, und Selbstwertschätzung.

00:13:16: Und genau das sagt sie in diesem Video auch.

00:13:18: In erster Linie geht es in diesen Self-Laufel etwas darum wertschätzend mit sich selbst umzugehen und wertschätzend auf sich selbst draufzuschauen.

00:13:31: – und das schriftlich!

00:13:36: beschreiben die beiden Autorinnen, das hast du eben schon gesagt wie sie dieses Self Love Letters vor allem sehr stark genutzt haben um sich mit Rollenbildern auseinander zu setzen.

00:13:47: Sie beschreiben dass dann sie setzten sich zum Beispiel mit ihrer Rolle als Tochter mit ihrer Rolle als Mutter, generell mit ihre Rolle innerhalb von Familienkonstrukten.

00:13:59: Aber zum Beispiel auch mit ihrer Roller als Professional im Feld der Schreibtidaktik, als Freundin, als Partnerin und so weiter und sofort auseinander.

00:14:08: viele dieser Briefe gehen darum Und das ist schon aufwendig Also und dass dann verbunden wird man macht es jeden Tag Man schreibt tausend Wörter Was jetzt das gesetzte Ziel war, was offensichtlich glaube ich auch funktioniert hat.

00:14:25: Also zumindest wird es nicht nochmal irgendwie groß in dem Artikel darüber geschrieben ob das geklappt hat oder nicht?

00:14:31: Deshalb habe ich es jetzt automatisch so gelesen dass es funktioniert hat und Es fällt in dem artikel ist geht relativ viel auch ein bisschen um die theoretische Ramung Das wahrscheinlich dann auch genauso.

00:14:42: der kontext auf der konferenz der quasi nach der erprobung gemacht wurde ging wahrscheinlich auch sehr in diese richtung.

00:14:49: Es gibt quasi, sie zitieren relativ am Anfang bei so Referenzdisziplin.

00:14:56: Zitieren Sie Neuhofer und der quasi... Moment!

00:15:03: Wo hab ich's?

00:15:04: So diese positive Erfahrung von Self Love Letters als eben eine Transformation bis zu einer transformative Erfahrung beschreibt.

00:15:12: oder er beschreibt quasi eigentlich schreiben kann eine transformative Erfahrung sein und die beiden übertragen es auf Self-Lauf Letters.

00:15:18: Und er schreibt dann dazu, damit es eine transformative Erfahrung sein kann braucht man erstens explizit positive bewusst initiierte Erfahrungen als Auslöser und Katalysator sowie zweitens expliziert positive Auswirkung auf das Wohlbefinden.

00:15:40: Sorry, das habe ich gestern auch schon so weit gemacht.

00:15:42: Das zweite ist nicht das was man braucht sondern das zweite ist das wozu es führen muss damit man von transformativen schreiben sprechen kann.

00:15:50: Das heißt man soll das bewusst machen Es ist eine bewusst initiierte Erfahrung und idealerweise kann die dann zu einer positiven Auswirkung auf das wohlbefinden führen Und dieses Bewusst initiieren.

00:16:04: also man schreibt das nicht wenn man irgendwie sich danach fühlt, sondern man sagt ich nehme mir jetzt Zeit dafür ich setz mich hin.

00:16:11: Ich glaube das ist das was auch in diesem Versuch von wir machen dass jetzt einen Monat lang jeden Tag tausend Wörter.

00:16:19: Genau da an der selben Stelle sagen sie ja auch, dass Sie deswegen den Schreibort wechseln um die Motivation nicht zu verlieren und ein möglichst ansprechendes Schreibgerät wählen.

00:16:36: Ja, also man muss sich offensichtlich auch ein bisschen Strategien zurechtlegen um das in Monat durchzustehen.

00:16:46: Für mich wäre es durchstehen!

00:16:49: Das habe ich gestern auch schon gesagt, was sage ich jetzt noch mal?

00:16:52: weil das ist wirklich etwas was ich mir beim Lesen auch irgendwie dachte.

00:16:56: Ich hab mir sofort die Frage gestellt für mich wenn ich das täglich machen würde und jeden Tag als Commitment drei Seiten schreiben müsste.

00:17:06: Bewusstes mich selbst adressieren in Briefformen, einer Textsorte die ich eh schon selten nutze also die irgendwie nicht zu meinem Alltagsschreiben gehört.

00:17:18: Das wäre für mich ein unheimlich starkes Commitement und es wäre kann ich wirklich nicht anders sagen eine Aufgabe die ich erledigen müsste.

00:17:28: Es würde für diesen Monat Teil einer To-Do Liste werden Und wenn ich das nicht machen würde, würde ich es nicht durchziehen.

00:17:37: Ich habe mir beim Lesen wirklich Frage gestellt so ist das so gedacht?

00:17:43: Ich glaube nicht!

00:17:44: Schreiben Sie nicht sogar dass es nicht eine Aufgabe sein soll die sie abarbeiten müssen sondern... Das wurde thematisiert, dass es ja nicht zu einer Aufgabe zum Abarbeiten sein soll.

00:17:57: Genau Also das macht auch so Sinn für mich.

00:18:01: Das ist dieses ganze Konzept, sprich dir jetzt dagegen gesagt kein Geschäftsbericht den man schreibt.

00:18:06: Man macht das natürlich weil man idealerweise sich erhofft da irgendeinen eben halt motivationale Verbesserung des Steigerungen des Wohlbefindens und zu bekommen.

00:18:16: all das aber... In dem Rahmen der uns jetzt quasi hier erzählt wird, wäre es für mich eine Task gewesen und mir ist bewusst.

00:18:24: Mir ist bewusst dass das experimentelle Setting ist, dass die beiden ausprobiert haben.

00:18:29: Sie haben es einen Monat erprobt sie haben es ein monat wirklich quasi an sich selbst beforst.

00:18:36: sie selbst waren das Forschungsobjekt weil sie wissen wollten Nein, Sie selbst waren das Forschungssubjekt.

00:18:43: so um natürlich und der Forschungsgegenstand ist das Schreiben der Briefe gewesen.

00:18:47: Und sie selbst wollten wissen nach einem Monat intensiv schreiben haben sie dadurch eine Verbesserung ihres Wohlbefindens.

00:18:53: Ich komme nicht darüber hinweg einfach für dieses Forschungsdesign mir zu denken so Puh ich hätte... ich glaube ich hätte ernsthaft Gefahr in diesem Monat Eine negative Assoziation mit diesem Schreiben zu entwickeln.

00:19:07: Allein weil ich mir denken würde, oh Gott!

00:19:09: Ich habe heute diesen Scheißbrief noch nicht geschrieben.

00:19:11: Ich will eigentlich ins Bett aber ich muss noch drei Seiten einen Self-Laufletter an mich selbst schreiben und das würde nicht unbedingt dazu führen meinen Wohlbefinden zu steigern oder meine Glückseligkeit.

00:19:22: also mein Glücksgefühl hätte ich wenn ich schlafen gehen dürfte.

00:19:28: Aber du könntest ja auch den Self-Love Letter nutzen, um wertschätzend über dieses Empfinden zu reden schreiben.

00:19:41: Damit würde ich mich dann vielleicht durch einen weiteren Tag retten, an dem ich keine große

00:19:47: Reste habe diese Briefe zu schreiben.

00:19:48: Ich glaube es ist völlig fein... Keine Ahnung!

00:19:53: Wenn ich mir vornehmen würde, das möchte ich tun.

00:19:56: Weil ich möchte es ausprobieren.

00:19:58: jetzt für eine Forschung.

00:19:59: Ich glaube es war ehrlich gesagt... ...ich weiß gar nicht ob Sie sich das... ...war das mit dem Forschungsprojekt schon bevor sie das erst mal gemacht haben?

00:20:06: Oder haben Sie nicht erstmal das gemacht und dann gesagt spannend dass machen wir quasi als Forschung?

00:20:13: Es kann auch sein!

00:20:14: Also an sich haben Sie das im Rahmen eines Schreib-Events genommen?

00:20:19: Genau Sie sind inspiriert worden durch das Video.

00:20:24: Und dann haben sie so einen Freund in den...

00:20:26: Ja okay, stimmt!

00:20:27: ...monat gemacht.

00:20:28: Das stimmt.

00:20:28: und dann sagen sie da wir die dabei erlebte Transformation unserer Emotionen unseres Wohlbefindens als positiv bewerten haben wir diese Erfahrung wissenschaftlich reflektiert und präsentieren hier die Ergebnisse.

00:20:39: Okay gut also haben sie es eigentlich sogar eher aus einer intrinsischen Motivation und dann quasi danach gesagt ok das

00:20:44: könnte mir auch

00:20:45: ganz gut gelaufen.

00:20:47: Total Finde ich im ehrlichsten sein, also aus meiner Perspektive muss ich ehrlich sagen finde ich ja noch absurder.

00:20:55: Also dann wirklich...

00:20:56: Manchmal ist es so geil wenn wir beide einfach überschreiben sprechen und das ist keine Ahnung wie man über Social Media sagt genau dieselben.

00:21:05: Ja!

00:21:07: Also nehmen wir wirklich mal das Setting.

00:21:10: Und wir beide haben schon zusammengeschrieben.

00:21:12: Wir haben schon kollaborativ geschrieben, wir haben auch schon so Schreibzeiten wo jeder in seinem eigenen Projekt geschrieben hat und wir uns online getroffen haben.

00:21:20: es haben wir alles schon gemacht.

00:21:21: wenn du mir sagen würdest?

00:21:22: Wir haben sogar schon mal ein Projekt zusammen weißt du das noch?

00:21:26: Das habe ich letztens auf Google gefunden.

00:21:27: Ja das liegt also

00:21:30: so eine Kurzgeschichte

00:21:32: Genau!

00:21:33: Also deshalb wenn du mich jetzt... Wenn du mich anschreiben würdest.

00:21:35: Würdest du mich

00:21:36: nicht über das Internet?

00:21:38: Ja, würdest sagen würdest hey ich hab'n total coole Idee.

00:21:42: Lass uns doch mal einen Monat lang jeden Tag tausend Werter Self Love Letter schreiben.

00:21:50: zur Steigerung unseres Wohlbefinden und unseres Glücks würde ich dir sagen danke aber nein Danke!

00:21:57: Ich glaube irgendwie nicht dass es so nett aussieht.

00:21:59: Ja wahrscheinlich nicht.

00:22:02: Ja, ich würde dich auch nicht fragen.

00:22:04: Genau also wenn jemand der mich nicht gut kennen würde, mich das fragen würde... Würde ich eine diplomatische Antwort, würd' ich höflich ablehnen?

00:22:13: Wenn du mich das Fragen würdest, würde ich sagen hast du sie noch alle?

00:22:16: So!

00:22:18: Dass man vielleicht zu meiner Grunddisposition und ich muss, ich muss es nochmal betonen.

00:22:22: Ich finde dieses Self-Laufletter super interessant!

00:22:25: Es geht mir nicht darum die... Also es geht mir wieder darum hier Noras und Janas Idee zu haten noch die Textorte als solche.

00:22:34: Ich find das bewundern schwer dass sie das durchgezogen haben.

00:22:36: Ich selbst könnte es nicht und ich selbst hätte ernsthaft Bedenken, dass ich mir diese Textsorte dadurch so verhageln würde... ...dass sich nach diesem Monat nie wieder auch nur in die Nähe eines Self-Lorfletters kommen wollen.

00:22:51: Sürde!

00:22:51: Um das klarzustellen eigentlich drückst du damit noch mehr aus wie beeindruckend es ist was sie gemacht haben?

00:22:59: Ja, so...

00:23:03: Wir müssen daraus wahrscheinlich ein Video schnüpfen.

00:23:09: Können wir gerne.

00:23:10: Das war Social Media, aber lass ich vertrauensvoll dir.

00:23:13: Es wird toll.

00:23:19: Meine Kamera ist von der Sonne, die hier reinfällt so übertrieben, dass es wirklich aussieht als würde ich in einem Backofen sitzen und das macht vielleicht dieses Ragemäßige.

00:23:26: Das Video-Klip sieht dann wirklich aus wie wenn ich mich tierisch aufregen oder das hätte ich auch schon einen hochroten Kopf mir kurz hervor irgendwie zu platzen.

00:23:34: Also es ist wirklich nicht so... Nein, ich weiß.

00:23:36: Also

00:23:39: du hast große Hochachtung?

00:23:41: Ja und die beiden fanden es gut.

00:23:43: Das ist ja das Wichtige.

00:23:44: also ihre ihr Fazit ist ja wirklich so

00:23:46: gut dass sie's nochmal gemacht haben.

00:23:48: Ja, so.

00:23:51: Deshalb das auch hätte ich diesen Text geschrieben wäre das Fazit ein anderes.

00:23:55: auf jeden Fall also die Schlussfolgerungen am Ende

00:23:58: Wer weiß?

00:24:04: Ja wer weiß.

00:24:05: aber das Problem ist ja auch sich dieses offen darauf einlassen können und da so ergebnis auf den ran gehen könnte ich mit diesem rahmen einfach nicht.

00:24:14: aber egal hören wir auch auf dem rahmen rum zu reiten.

00:24:16: also ich konnte übrigens überhaupt nichts und das fand ich super erschreckend dass sich einfach auf der tagung saß und gedacht hat wie soll denn liebes briefer mich selber geben?

00:24:28: oh ja das ist das nächste lustig.

00:24:31: wer haben da unterschiedliche probleme bei dieser sache?

00:24:34: bei mir ist es die frequenz.

00:24:35: bei dir ist Wertschätzende Schreiben zu dir selbst.

00:24:42: Okay, die Folge wird komisch irgendwie!

00:24:44: Können wir das von gestern nicht doch noch retten?

00:24:49: Ja...

00:24:50: Aber das ist spannend.

00:24:53: Lass mal dabei bleiben weil auch im Text schreiben sie ja auch, dass das durchaus auch was ist.

00:24:58: Was eine Schwierigkeit dieser Self love letters sein kann weil schreibe wertschätzend für dich selbst Ist ja auch erst mal nichts was jetzt so perfingerschnipsen einfach so geht.

00:25:09: Das ist ja auch etwas was gelernt sein möchte und dabei hilft wahrscheinlich ein monat am stück sehr Das durchzukriegen.

00:25:17: Und das sagt übrigens auch die Autorin, also die Macherin des YouTube-Videos.

00:25:24: Sie sagt in dem Video dass sie quasi so gelernt hat Liebesbriefe an andere Menschen zu schreiben.

00:25:32: An romantische Partner.

00:25:33: Sie sagte im Video glaube ich Boys and Men.

00:25:36: und dann sagt sie glaub ich noch so und vielleicht nochmal so an die Familie So zu Mutter- und Vatertag oder so was in der Art, aber nie zu sich selbst.

00:25:45: Und auch sie am Anfang überhaupt nicht wusste wie sie das eigentlich machen soll.

00:25:49: Welche Sprache sie dafür findet welche Inhalte wie sie sich überhaupt selbst adressieren soll.

00:25:55: also dass was du sagst mit dem so... Das beschreibt ja eigentlich auch genau deine Erfahrung auf der Tagung, dass du sagtest wie soll man es eigentlich machen?

00:26:03: Es ist ja nicht trivial.

00:26:06: Also interessanterweise konnte ich auch wenig mit der Textform Liebesbrief anfangen.

00:26:12: Und das ja nun nicht, weil... ...ich so jung bin, dass es keine Rolle gespielt hat ne?

00:26:19: Also ähm...ja!

00:26:24: Was?!

00:26:25: Moment, meinst du das Medium-Brief oder...?

00:26:28: Ja, genau!

00:26:28: Ach ok, ja!

00:26:30: Wenn du jetzt ähm....wenn wenn du jetzt jung bist...ja Also naja, kannst ja auch immer eine Liebesbriefe schreiben.

00:26:38: Aber keine Ahnung.

00:26:38: ich habe halt Liebes.

00:26:39: Briefe sind so ordentlich irgendwie aus Gründen meiner Hubertät zu und da Sind die eher in dem In diesem ent dieser box gelandet.

00:26:51: Ich weiß nicht mal wo die ist ehrlich gesagt Die ich.

00:26:56: Oh ich weiß nicht wo die peinliche box ist das nicht so gut.

00:27:00: Wo hab ich denn immer

00:27:01: wissen wo die Peinliche Boxes?

00:27:06: Und ja, die haben es offensichtlich.

00:27:07: Habe ich die so doll verdrängt?

00:27:10: Naja gut!

00:27:10: Ich muss mal auf die Suche gehen nach dem heiligen Box und da sind so Liebesbriefe drin an blöde Jungs aus der Schule.

00:27:23: Ja also das meine ich mit so jung weil wenn du heute jugendlich bist kannst auch nur WhatsApp Nachrichten schreiben.

00:27:36: Aber also Liebesbriefe.

00:27:37: ich glaube selbst in der Zeit als wir jung waren gab es schon andere Möglichkeiten, als jetzt sich ein Brief zu schreiben.

00:27:44: Also so MSN Messenger und ICQ?

00:27:49: Ja

00:27:50: die Zeit in der wir Myspace-Seiten hatten... Ich hatte wie viele, ich habe dann immer ganz deep bei MSN, beim MSN-Messenger konnte man immer hinschreiben welchen Song man gerade hört oder Und dann hab ich da immer so ganz Diepe.

00:28:08: Diepe, man sieht die Anführungszeichen nicht, die ich mache.

00:28:12: Songs gepost ... Also Songzeilen um zu zeigen was für ein intellektuellen Musikgeschmack ich habe und so.

00:28:18: Das war so glaube ich das zeitgemäße Schreiben in unserer Jugend.

00:28:23: also da waren jetzt Lebensbriefe auch nicht mehr.

00:28:25: das... Es war jetzt nicht das Erste woran ich

00:28:27: gedacht

00:28:27: hätte.

00:28:29: Keine Ahnung, wir haben auf jeden Fall schon nicht mehr so eine tolle Beziehung zu Liebesbriefen.

00:28:33: Ich habe gestern gesagt was ich mit Liebespriefenverbinder anfühle ist irgendwie zehn Dinge die ich an dir hasse.

00:28:40: Ja muss sich dann nämlich auch googeln den Heath Ledger filmen?

00:28:43: Aber mir hat geholfen das in dem Text jetzt, dass da drinnen steht ne wertschätzende Auseinandersetzung mit sich selbst und das es nicht darum geht nur... eitel Sonnenschein zu schreiben.

00:28:57: Sie haben sich ja auch mit kritischen Ereignissen oder mit schwierigen Eregnissen beschäftigt, die halt wertschätzend beleuchtet und das ist dann ja nicht mehr alles nur noch toll!

00:29:10: Und dann dachte ich okay, da ist wieder so ein Coaching-Selbstgespräch mit mir... Das kann ich!

00:29:18: Ja ok, es ist interessant den Zugang zu finden.

00:29:21: Genau also Nora beschreibt glaube in dem Text eine Szene von sich, in der sie eben genau irgendwie eine Situation aus der Vergangenheit aufarbeitet.

00:29:33: Mit der Sie mit Ihrer damaligen Reaktion nicht zufrieden war und sie dann quasi in einem dieser Self-Love Letter so mit sich selbst darüber nachdenkt warum sie so reagiert hat warum sie nicht zufrieden mit der reaktion war und das endet dann darin dass sie so Für sich selbst zu dem schluss kommt, dass sie nachvollziehen kann Und sich erlauben kann so reagiert zu haben wie sie damals reagiert hat.

00:30:05: So das habe ich daraus gezogen und das ist das was ich meinte mit Das is halt kein triviales schreiben.

00:30:11: Dass es so richtig harte Beziehungsarbeit Mit sich Selbst Im Schreiben.

00:30:18: Ich habe wirklich seit gestern auch häufiger gedacht, ob ich das einfach mal machen sollte.

00:30:22: Also auch weil als... Ich muss immer alles als Challenge machen, ist furchtbar.

00:30:27: Täglich?

00:30:28: Du schreibst tausend Fünfhundert Wörter täglich!

00:30:31: Nein, Schluss!

00:30:34: Vielleicht brauche ich eine Brieffreundin.

00:30:35: Das hab' ich mir auch schon einmal überlegt.

00:30:39: Ja und ich glaub', dass motiviert sehr.

00:30:40: Kannst du dir der Brief verschreiben?

00:30:43: Ich habe in meiner Abi-Zeit mit einer Freundin aus dem gleichen Jahrgang habe ich ein briefbuch gehabt.

00:30:50: das haben wir uns ich krieg es nicht mit zusammen ob ich ist ihr zu einem geburtstag oder sie mir zu nem geburts da geschenkt hat.

00:30:57: Oder zu weihnachten irgendwie so whatever.

00:31:00: und dann haben wir unsere gesamte abitzeit über briefe gegenseitig geschrieben

00:31:06: ins buch und

00:31:06: inz buch immer das buch quasi also die personen bekommen die jetzt dran ist mit schreiben.

00:31:12: Und er hat man halt wirklich einen briefwechsel gehabt, also wirklich klassisch wie hier so So Goethe schreibt seinem Verleger oder irgendwie so was.

00:31:19: Und Goetha und Schiller, also auch auf dem... Nur

00:31:20: dass ihr das schon einfach in dieses Buch reingebracht habt damit es leichter ist zum veröffentlichen.

00:31:24: Ja,

00:31:25: das kann man einfach so.

00:31:25: wie's jetzt ist, kann man das einreichen direkt.

00:31:29: Hast du das noch?

00:31:30: Nein!

00:31:31: Die damalige Freundin hat das am Ende bekommen.

00:31:34: Wir waren dann irgendwann so, dieses war dann quasi so voll und eigentlich auch so fertig.

00:31:39: Es war dann auch so das Ende der Abi-Zeit und zwar als nicht so

00:31:43: richtig getimt

00:31:44: Es war eher Zufall.

00:31:46: Wir haben es dann auch so ein bisschen aufs Ende, wir haben beide das Gefühl gehabt von hey ja okay ist doch jetzt schön und man muss das nicht so lange weiterziehen bis man irgendwann in diese Org wird Sache kommen von.

00:31:57: ich habe dieses Buch hier drei Monate rumliegen und eigentlich müsste ich jetzt schreiben.

00:32:02: Haben wir das irgendwann quasi so gesagt hast du gut und vielleicht fangen wir irgendwann nochmal Neues an was wir da nicht getan haben?

00:32:08: Und am Ende hat sie's bekommen!

00:32:10: Ich glaube auch Ihr geschenkt, weil ich habe noch so eine dunkle Erinnerung wie ich das Buch.

00:32:15: Es war einfach so ein schöner gebundener Schreibblock mit einem harten Einbahn.

00:32:21: Ich hab den glaube ich gekauft.

00:32:23: deshalb war es wahrscheinlich initial ein Geschenk von mir an sie.

00:32:27: macht auch Sinn dass Sie dann das Buch am Ende bekommen hat.

00:32:31: Deshalb die Veröffentlichung liegt leider nicht in meiner Hand.

00:32:34: Vielleicht auch!

00:32:36: Sollte sie's zu deinen Lebzeiten veröffentlichten wäre es

00:32:39: bestimmter zu

00:32:40: fragen.

00:32:41: Wer nett?

00:32:42: Okay, wollen wir über die theoretische Ramung sprechen, die

00:32:47: Sie

00:32:48: im Schreibprojekt gegeben haben?

00:32:51: Sehr gern.

00:32:52: Ich würde gerne über etwas sprechen, wo wir gestern aufgehört haben... also, wo gestern dann die Verbindung abbrach.

00:33:00: Ich darf jetzt starten

00:33:01: der Reihenfolge nach der Prosie und schreibt Therapie aber ...

00:33:04: Willst du es wirklich durchgehen?

00:33:05: Ach so, weil wir eh schon die ganze Zeit

00:33:07: zu springen.

00:33:07: Nein, wir

00:33:08: müssen es nicht

00:33:09: durchgehen!

00:33:09: Wir können da starten wo du das möchtest.

00:33:11: Das ist völlig fein.

00:33:14: Ich wäre relativ weit hinten im Text jetzt gestartet, weil ein Aspekt ist der mich sehr interessiert nämlich das Sustainable Happiness Modell was so ein bisschen angeführt wird mit Was braucht man eigentlich?

00:33:29: oder ja was ist eigentlich nachnachhaltiges Glücksempfinden?

00:33:33: Ah, das hat mich aber in dem Talk von denen auch voll beschäftigt.

00:33:38: Das hat mich tatsächlich noch einige Monate danach sehr beschäftigt.

00:33:43: Ja ich habe auch vorher noch nie irgendwas davon gehört gelesen.

00:33:48: Das ist selten dass mich Sachen nur noch innen beschäftigen und ich das nicht sofort teile.

00:33:55: Ich lese mal wenn dann haben wir auch gleich die Literatur dazu.

00:33:59: ich les einfach mal so kurz einen Absatz vor Wo fange ich denn an?

00:34:02: Warte, ich lasse... Ich fange ein bisschen früher an.

00:34:06: Bis dato war in überwiegend Querschnittstudien und kurzfristigen Lenkschnitz-Studien erforscht was glückliche Menschen ausmachte wie man Glück beschreiben konnte und wie sich Glück zeigte.

00:34:16: Ljubomirski sorry ist wahrscheinlich falsch ausgesprochen da ist nämlich noch ein Y vorn im U drin keine Ahnung.

00:34:22: entwickelte Hypothesen und Lenktschnitz Studien mit dem bisherigen Ergebnis dem Sustainable Happiness Modell.

00:34:28: von hat jetzt auch schon sein zwanzigjähriges, habe ich vorher noch nie gehört.

00:34:33: Damit lässt sich beschreiben welchen Anteil bestimmte Faktoren am chronischen Glücksniveau hätten.

00:34:39: Das chronische Glücks-Niveau definieren Ljubomirski et al als a person's characteristic level of happiness during a particular period in his or her life und das wird zusammengesetzt aus Fünfzig Prozent genetischen Set-Points, also das Glück soll wert.

00:34:59: So ein bisschen so habe ich es verstanden mit... Naja was wir halt individuell überhaupt zu unsere Baseline Glücksseligkeit und was wir als Glück bewerten würden oder nicht?

00:35:10: Was ja sehr unterschiedlich ist von Person zu Person.

00:35:12: Das ist übrigens

00:35:13: das was mich solange dann auch noch beschäftigt hat dass Genetik und Glück miteinander zusammenhängen sollen.

00:35:19: Ja!

00:35:21: muss jetzt hier in diesem Artikel.

00:35:22: hat es jetzt auch nicht den Platz das mehr auszuführen auf jeden Fall.

00:35:25: Ich habe aber auch gedacht, da würde ich gerne glaube ich noch mal ein bisschen tiefer reinlesen weil so richtig verstehen was damit gemeint ist.

00:35:30: wie das Zusammenhang tue ich jetzt nicht.

00:35:32: Aber ich nehme sie jetzt erstmal so hin.

00:35:33: Fünfzig Prozent können wir nicht ändern.

00:35:37: zehn Prozent können nur so ganz bedingt ändern weil zehn Prozent sind die äußeren Umstände und dazu zählen dann halt irgendwie altergeschlecht ethnische Zugehörigkeit und so weiter.

00:35:48: Und also demografische Faktoren, aber auch unsere Nationalität im Schreiben würden wir wirklich sagen Einflussfaktoren und dann bleiben vierzig Prozent.

00:35:59: und diese vierzig prozent sind halt eben durch Intentionale Aktivitäten zu bestimmen.

00:36:04: Also quasi die haben wir in der Hand Durch aktivitäten wie glücklich wir eigentlich So sind idealerweise und dazu würde dann halt eben Intentionale Aktivitäten.

00:36:15: Wir hatten es am Anfang schon, hat zum Beispiel auch das Schreiben eines Self-Love Letters gehören.

00:36:20: Und da haben wir am Anfang drüber gesprochen ist natürlich wichtig also wenn wir es als Intentional Aktivität sehen dass wir das auch am Anfang wahrscheinlich positiv besetzen.

00:36:33: Also nicht als deswegen auch nicht als abzuarbeitende Aufgabe wie gesagt haben sondern als etwas, das wir nutzen dürfen um was auch immer.

00:36:46: Um uns besser mit uns selbst zu verstehen oder um endlich mal den Füller zu benutzen.

00:36:54: Auch möglich ja.

00:36:59: Also ich finde es halt nochmal krasser weil sie schreiben ja auch beide dass sie ihre Rolle als Mütter beleuchten und das ist so dieses Da ist es ja nochmal, je mindestens eine halbe Stunde Zeit am Tag rauszunehmen für dich.

00:37:16: Hat... Ist vielleicht da noch mal anders besetzt sogar?

00:37:18: Ja definitiv!

00:37:20: Aber jetzt auch die Unterstellung.

00:37:22: Ja also wie auch immer Sie die Zeit gefunden haben das zu tun darüber schreiben sie jetzt im Text nicht aber sie haben es offensichtlich gefunden.

00:37:30: Statt schlafen.

00:37:31: Ja vielleicht wenn's ein glücklich macht Die Sache isst.

00:37:38: Ich finde das eine relativ beeindruckende Zahl, so.

00:37:41: Also... ...vierzig Prozent liegen in unserer Hand und vierzig Prozent können wir irgendwie durch bewusste Aktivitäten verändern.

00:37:52: Ich habe mich während dem Lesen ein bisschen zu sehr oder ich hab' mich kurz gefragt, so hm, ich würde gerne ein bisschen mehr über diese Theorien nachlesen.

00:38:01: weil ist das so ein bisschen so ne Theorie die am Ende auch in so eine schwurbelige Ecke geht?

00:38:09: Du kannst dir deinen Krebs durch positive Gedanken irgendwie weghexen.

00:38:13: Ich glaube nicht, so ist es definitiv von den beiden Autorinnen nicht gemeint aber ich habe so ein kurzes Irritationsmoment gehabt mit dem so vierzig Prozent unseres Glückszustands

00:38:23: hängen.

00:38:23: Ja das hatte

00:38:23: ich ja bei diesen fünfzig Prozent Genetik.

00:38:26: Aber das ist ja aus dem Bereich dieser positiven Psychologie und etwas was der positiven Physiologie auch nachgesagt wird es ja oder.

00:38:39: Da kann die positive Psychologie erstmal nix für, aber es wird halt oft oder wurde oft schon von Menschen benutzt, die aus diesem Chaka Coaching Bereich kommen.

00:38:50: Ich weiß nicht wie soll man das denn sagen?

00:38:54: Weißt du was ich meine?

00:38:56: Ich weiss, was Du mit Chaka meinst und ich hoffe dass es einfach so dieses Jahr, also so dieses Du kannst alles schaffen, was du möchtest wenn Du es dir nur vornimmst.

00:39:03: Du musst

00:39:04: es nur wollen!

00:39:04: Ja,

00:39:05: positives Mindset Detlef die Sohst kommt rein und schreit dich an.

00:39:12: Dann ist dein Leben wieder gut,

00:39:13: ja.

00:39:15: Und von so Menschen wurden die Theorien der positivem Psychologie oft genutzt.

00:39:22: Ich glaube es steht sogar hier in dem Text drin tatsächlich.

00:39:26: Das hat.

00:39:27: eventuell hängt das auch damit zusammen wie positive Psychologie wahrgenommen wird.

00:39:35: Positive Psychologie wurde begründet So steht es auch hier, das wusste ich vorher nicht.

00:39:41: Weil Psychologie an sich so ein Mangelphänomen war.

00:39:45: also sowas etwa stimmt nicht mit dir und weil was mit dir nicht stimmt... Also das wurde untersucht sozusagen.

00:39:53: Also irgendwie es geht Menschen schlecht, das geht Menschen sind krank, Menschen so.

00:39:59: Und damit hat sich Psychologie beschäftigt und dann war so näher mal dass ist ja nicht das einzige womit wir uns in der Psychologie beschäftigen müssen Und so kam es dann scheinbar zur positiven Psychologie.

00:40:12: Und die positive Psychologie hat, finde ich total spannende interessante Theorien... ...die alle bemerkens- und bedenkungswert sind?

00:40:22: Ja!

00:40:22: Wie gesagt, da kann die positive Psychologie ja auch nichts für wer die benutzt.

00:40:28: Das stimmt, definitiv.

00:40:33: Ich find's eine spannende Sache genau darüber nachzudenken.

00:40:35: also wirklich Also auch therapeutisches Schreiben beispielsweise ist ja oft irgendwie auch so mit Trauma, Bewältigung verbunden.

00:40:47: Und das ist es halt auch gar nicht zwingend sein muss sondern dass man sich schreibt irgendwie auch mal an was Schönes erinnern kann Was man sicherlich auch beim therapeutischen schreiben machen kann Das jetzt sehr verkürzt aber so dieses einfach nur diese Klischeemäßige.

00:40:58: Es muss nicht immer irgendwie um Leid um Divianz, um Krankheit gehen.

00:41:07: Sondern man kann irgendwie auch einfach mal schreiben und sagen hey ja ich blicke jetzt mal sehr sehr wohlwollend auf mich und auf vergangenen Erlebnisse und ich erlaube mir das auch ohne schlechtes Gewissen was wahrscheinlich einer der ersten Challenges beim Schreiben dieser Self-Lond Letters auch sein dürfte vermute Ich

00:41:25: Naja also ich finde im Grunde hast du recht weil eine der Schwierigkeiten ist natürlich sich selbst den Raum dafür zu nehmen.

00:41:34: Also die Zeit einzuräumen, sich ausgiebig mit sich selbst zu beschäftigen.

00:41:40: Die zitieren ja auch Silke Heimes, die viel gemacht, geforscht hat und publiziert hat in dem Bereich des therapeutischen Schreibens, die auch selber Menschen ausbildet in diesem Bereich.

00:41:53: Sie kommt selber wenn ich mich nicht komplett irre aus einem medizinischen Bereich ursprünglich die sie wird hier auch zitiert mit Querschnittstudien und jetzt habe ich den Faden verloren.

00:42:08: Ah, genau!

00:42:09: Mit diesem täglichen glaube ich wollte hinaus... dass die ja sagen, eigentlich hat es sogar mehr.

00:42:15: Also zu dem was sie da zitieren aus dem Schreibtherapie hatte sogar mehr Wirkung.

00:42:20: so habe ich die Stelle verstanden wenn das nicht täglich ist sondern wenn der Tage dazwischen ist.

00:42:25: Ich verstehe das total mit dem täglich weil mir fällt es dann ja auch leichter.

00:42:30: also wenn ich mir einen begrenzten Zeitraum für ein Monat nehme ist es zieh ich das auch eher durch wenn's täglich wenn ich mal dazu komme oder alle drei bis vier Tage.

00:42:40: Oder da ist es genauso dieses nämlich, wenn ich dazu komme und dazu komme ich von mir aus nicht so.

00:42:47: Mhm ja!

00:42:48: Ich würde auch sagen diese Pausenzeit dazwischen... würde mir auch helfen.

00:42:52: Also erst mal macht das, wie du sagst, macht es machbarer?

00:42:55: Gleichzeitig habe ich wiederum aber auch mehr Zeit für die Verarbeitung wenn ich das

00:42:58: schreibe.

00:42:59: Genau!

00:43:00: So beide Aspekte weil das könnte ich mir halt wirklich... also das ist eine weitere Schwierigkeit die ich mir vorstelle wenn ich mir denke ich würde das täglich machen dass sich ja durchaus beim Schreiben eines Self-Love Letters auf Dinge stoße Wenn ich im schreiben über mich selbst nachdenke Die mich überraschen die mich zum nachdenken bringen, die meine Perspektive auf mich selbst verändern oder auf vergangener Erlebnisse oder auf Dinge über die ich nachdenke.

00:43:28: Und dafür dann ein bisschen Zeit zu haben finde ich glaube ich sehr gut und nicht so sagen so nächster Tag, nächster Brief was schreibe ich heute?

00:43:34: So...und das ist ja auch das was Sie bei diesem Sustainable Happiness Modell dann quasi auch noch dazu sagen dass es eine intenzionale Aktivität sein muss und das bedeutet dass es eine willendlich bewusste Entscheidung sein muss.

00:43:49: Also man schreibt diesen Brief jetzt nicht einfach nur, weil's von außen kommt sondern man trifft selbst die Entscheidung sich Zeit dafür zu nehmen dem Raum einzugestehen und das gleichzeitig Zitat eine gewisse Anstrengung erforderlich ist.

00:44:03: Das wird dann noch mal differenziert in Anstrengung für das Initierendeaktivität und den Aufwand, um die Aktivität aufzuführen, aufrecht zu erhalten und zu beenden.

00:44:13: Vielleicht ist hier auch ein bisschen eine Erklärung dabei, warum sich diese beiden dieses wirklich sehr ambitionierte Ziel gesetzt haben?

00:44:20: Weil da die bewusste Anstrendung dazukommt.

00:44:24: Also wahrscheinlich haben sie darüber gesprochen Das täglich zu machen ist tatsächlich eine bewusste Anstrengung, die wir aber machen wollen.

00:44:36: Die es uns wert ist zu tun.

00:44:39: und gleichzeitig kommst du bei täglich weil sie auf ein Monat begrenzt ist auf so ne auf eher eine Routine und Sie schreiben ja auch am Ende da sie das jetzt ab und an nutzen dann wenn sie das für sich brauchen und um das zu können Ist es sehr hilfreich, das vorher mal so durchgezogen zu haben.

00:44:59: Ich habe das ja mit dem Morgenseiten nach Cameron gemacht weil ich ja dieses Programm Weg des Künstlers nach mit durchgearbeitet hab und da gehört dann zu zwölf Wochen lang jeden Morgen die Morgensäten zu schreiben.

00:45:16: Und ich kann das jetzt super nutzen.

00:45:21: also... bisschen dazu, dass ich das inzwischen schwierig finde mein Journal aufzuschlagen.

00:45:28: Mein Stift aufzusetzen und Intentionale zu schreiben.

00:45:33: es ist wirklich richtig krass wenn ich dieses Buch aufschlage oder das was gerade läuft als buch und ich setze den stift auf dann habe ich wirklich so ein dringendes Bedürfnis einfach loszuschreiben.

00:45:46: Ich hab mir das antrainiert.

00:45:48: diese Kombination bedeutet Freeriding quasi.

00:45:51: Okay, ja.

00:45:53: Und das ich möchte es eigentlich momentan gerade ändern... Ich möchte es grade intensionaler.

00:46:00: Okay?

00:46:01: Ja.

00:46:01: Kann gar nicht genau sagen warum.

00:46:02: aber ich möchte auch wirklich mal über Sachen nachdenken und ich bin auch sehr gut würde ich sagen in dem Freeridding dann Sachen zu umschiffen wo ich nicht hin möchte.

00:46:14: Ja weil man dann irgendwie einfach sagt okay dann Zwitsch ich jetzt das Thema einfach mal durch Zufall auf irgendwas, was ein bisschen angenehm ist.

00:46:23: Ja genau oder der

00:46:23: Kopf kann

00:46:23: es ja auch von alleine

00:46:25: abschweifen.

00:46:27: Genau und der Kopf können dahin gehen wo dein Kopf hingehen möchte und mein Kopf ist schon ein guter Aufpasser.

00:46:33: Mhm ja also dann wäre wirklich die Frage nochmal so würdest du's ausprobieren wollen vielleicht mehr so ganz praktisch dieses hast du vor Self Love Letters zu schreiben?

00:46:43: Oder eine Variante davon?

00:46:45: Ich finde es total spannend und ich fände, wenn nicht das ausbrennen würde glaube ich aber eher einmal wöchentlich oder zweimalwöchendlich.

00:46:53: Es gibt eine andere Variante über die ich schon länger nachdenke... Und da habe ich auch schon überlegt ob man das als Self-Love Letter dann doch auf so ein tägliches monatliches Ding hinauslaufen quasi.

00:47:08: Natalie Goldberg, die von Schreiben in Cafés hat so journal und die schreibt jeden monat einfach so journal voll.

00:47:19: Und das ist scheißegal, tatsächlich sie will das nur voll haben... ...und für sie ist es nicht wichtig, ist es einmal täglich?

00:47:27: Und wenn du es nicht täglich machst, ist das halt am letzten Tag sehr viel sozusagen!

00:47:35: Ja.

00:47:36: Und dann liest sie das danach durch und überlegt sich was braucht sie dann davon für Schreibprojekte und was kann weg?

00:47:44: Das, auch das seit ich das gehört habe verfolgt es mich ein bisschen.

00:47:51: Aber dass mit diesen... Ich glaube was mir momentan wirklich etwas bringen würde wäre ehrlicherweise einmal die Woche so einen Self-Love Letter also und dann wär's aber eher, ich weiß nicht ob das dann ein Liebesbrief ist, aber es wäre quasi eher so ein wertschätzendes Grutschengespräch mit mir selber.

00:48:10: Ja!

00:48:11: Ich glaube hier ist einfach auch wieder die ganz ganz wichtige Sache Die wir ja Immer bei jeder Schreibstrategie sagen, nämlich adaptier dir das so wie du es möchtest und so wie es für dich wichtig ist.

00:48:24: Und was bringt?

00:48:26: Niemand zwingt dich an Self-Laufletter zu schreiben oder es so zu nennen.

00:48:31: Ich hatte eine Zeit lang jetzt... hab gemerkt dass mein Pferd ist ja gestorben jetzt vor heute vor einer Woche und ich habe mich fast ein bisschen gewundert, dass ich nicht so traurig bin.

00:48:50: Also ich war schon doll traurige und hab auch geweint und so.

00:48:54: aber eigentlich war es erleichtern und da hatte ich kurz ein schlechtes Gerissen.

00:48:58: dann habe ich gemerkt über das die Trauer angefangen hat als sie die Diagnose bekommen hat und als sie angefangen halt mit Schmerzen rumzustehen Und... Da fing es an in mir, dass einfach alles mich angestrengt hat.

00:49:11: Also es ist eigentlich, jetzt wird's besser.

00:49:14: Seit letzter Woche im Montag wirds besser und ich kriege wieder Energie... ...und das ist eher so dass seit Mitte April einfach alles anstrengend war.

00:49:23: Und gleichzeitig hat sich auch mein Leben überschlagen in der Zeit!

00:49:27: Vorsichtshalber alles gleichzeitig.

00:49:29: Meines Pony hat die Diagnose am Donnerstag bekommen.. ..und am darauffolgenden Dienstag war ich zum Vorstellungsgespräch im Magdeburg

00:49:41: Ja.

00:49:42: Dann an dem Freitag habe ich die Zusage bekommen für Magdeburg, ja und das war dann Ende April, ja schon?

00:49:52: Dann musste ich kündigen, dann hab' ich nur noch fünf Tage gearbeitet im Café Dieter!

00:49:55: So weißt

00:49:56: du?!

00:49:57: Ja, ja, ja.

00:49:59: Und es ist schon dass ich merke mehr schreiben tut mir auch gut und zwar nicht des Schreiben nach außen sondern mir Zeit nehmen für mich.

00:50:08: und ich habe letztens einen Brief ... an mein Terrier geschrieben, der ja im Februar gestorben ist.

00:50:16: Und das war total absurd weil ich habe seit... ...längerem das Gefühl ich möchte,... ...das ist jetzt das was ich machen möchte.

00:50:24: Ich möchte einen Brief schreiben und ihn adressieren.

00:50:28: Und ich hatte aber gleichzeitig auch das Gefühl... ...ich möchte an Luna schreiben, an meinen Pony... ...und dachte aber es ist komisch weil sie's ja noch nicht tot.

00:50:34: Aber ich hatte schon so ein Gefühl wie

00:50:38: sie es eigentlich schon tut.

00:50:39: Genau!

00:50:42: Hatte das gleichzeitig auch eine Leichtigkeit im Terrier zu schreiben, weil ich auch mit ihm genauso gesprochen habe wie ja, ja.

00:50:49: Ich weiß, wer dir sowieso alle Scheiß egal, wie du so warst und bist halt... Aber ihr erzählst jetzt trotzdem!

00:50:57: Jetzt musst du zuhören.

00:51:00: Das was du gerade beschreibst ist ja eindeutig ne Variante von genau sowas.

00:51:07: So also Dieses Helflaufleiter sind ja auch nur für dich zum lesen gedacht und jetzt an ein verstorbenes Tier oder auch nur einen enttier.

00:51:16: Also ich mein klar hättest du noch lebendes Tier geschrieben, hättetst du das diesem Tier dann auch vorlesen können.

00:51:20: aber so es sind letztlich Textsorten Briefe für Dich die Du schreibst Für Dich Und das ist ja wirklich eine Variante davon klingt sehr danach als hättess du jetzt schon ne sehr konkrete Idee für einen oder mehrere dieser Briefe.

00:51:39: Ich schreibe seit Magdeburg wieder mehr, wenn ich im Hotels bin.

00:51:44: Da journaliere ich und manchmal auch, wenn mich sowohl zu Hause als auch da hinsetze an den Schreibtisch und starte, dass ich einmal aufschreibe was mir so alles im Kopf rumgeistert entweder das private oder auch, dass jetzt ist ja endlich der Punkt den ich lange wollte.

00:52:06: Dass sich mich jetzt beruflich vierzig Stunden die Woche plus Podcast plus Freiberuflichkeit ja auch noch mit Theorien beschäftige und mein Kopf arbeitet auf Flugtour nicht braucht was wo ich das manchmal hin tun kann.

00:52:22: Ja

00:52:23: letztens schon mal zwei Seiten im Journal über KI und Charme geschrieben, weil mich das super beschäftigt gerade.

00:52:34: Also ich brauche das handschriftliche Schreiben wieder als Medium.

00:52:38: Ja klingt so, als solltest du es tun?

00:52:40: Also du machst das ja auch schon.

00:52:41: also ist ja jetzt nicht mehr eine Aufforderung sondern...

00:52:45: Und bei mir auch die Morgenseiten haben bei mir funktioniert so wie die das schreiben dieses.

00:52:50: man macht es da.

00:52:52: sie schreiben ja Sie machen das mit diesem Surflaufletter jetzt nach Bedarf Und so habe ich das ja mit den Morgenseiten seitdem gemacht.

00:53:01: Also, ich hab nicht mehr dann sozusagen jeden Morgen das gemacht direkt nach dem Aufstehen weil irgendwann meine Augen morgens so wehtaten.

00:53:09: Das ist manchmal in bestimmten Allergiephasen so dass sich nicht sie versuchen wollte offen zu halten und dann habe Ich damit aufgehört und dann war es halt nämlich auch wirklich eine Qual Und es hat dann natürlich nicht funktioniert, genau.

00:53:26: Aber ich würde eher so einmal die Woche mehr Zeit nehmen für mich und... Genau, wohlwollend mit mir ins Gespräch gehen wollen.

00:53:37: Mal schauen vielleicht mache ich's.

00:53:39: Kein!

00:53:40: Aber ich habe wirklich auch Lust tatsächlich Menschen wieder mehr Briefe zu schreiben.

00:53:46: Ist doch sicherlich auch eine schöne Idee.

00:53:48: also ich glaube Menschen freuen sich halt einfach über Briefe.

00:53:51: Das ist eigentlich auch die Erfahrung, die ich immer mache in den seltenen Fällen, in denen ich mal einen schreibe.

00:53:56: Ich liege Postkarten-Schreiben im Urlaub!

00:53:59: Okay ja... Ah das mach' ich immer zu selten.

00:54:03: Aber ich mach's irgendwie seit ein paar Jahren nicht mehr.

00:54:05: aber eigentlich war es total wichtig und gehörte dazu.

00:54:08: Mhm okay Ja

00:54:10: So wie Wäsche mit der Hand waschen.

00:54:12: Postkartenschreiben und Wäscher mit

00:54:18: der handwaschen.

00:54:19: Nee, also dieses Mehrbriefe schreiben kann ich mir auch mal wieder vornehmen.

00:54:22: Wenn meine Frau die Episode hier hört wird sie das denke ich auch unterstützen.

00:54:29: Ihr könnt einander Briefe schreiben?

00:54:31: Ja tun wir.

00:54:33: Also selten könnten wir öfter tun.

00:54:35: es vielleicht einen Anlass genau das zu machen aber machen wir tatsächlich.

00:54:39: Ich habe ja mal keine Self-Love Letter sondern ich hab gestern das erzählt dir ja nur dann Ob das auch als liebes Briefe gilt.

00:54:49: Ich habe mal für meinen Partner so ein Adventskalender gebastelt mit... ...vierundzwanzig, warum ich dich liebe.

00:54:58: Die

00:54:58: Idee war aber geklaut von jemand anders, einer Bekannten die das mal für ihren Partner gemacht hat vor seinem Geburtstag.

00:55:07: Es ist jetzt auch also es ist eine sehr schöne Idee?

00:55:10: Ich würde sagen es ist keine Idee die eine so hohe Schöpfungshöhe hat dass man sagt oh mein Gott Da kann man ja gar nicht drauf kommen.

00:55:19: Nein, weit davon entfernt!

00:55:22: Aber

00:55:22: wie ich gestern auch schon sagte... Ich glaube die ganzen Sachen, also die kleinen Schnipsel zusammengenommen sind auch schon ein solider Liebesbrief auf jeden Fall.

00:55:29: Ein Listikel.

00:55:31: Gibt es natürlich nicht mehr.

00:55:35: Es ist ein

00:55:36: sehr romantischen Partner.

00:55:38: Ja okay, ich gehöre wahrscheinlich auch eher so in die Ecke.

00:55:41: Ich habe mal tatsächlich vor nicht allzu langer Zeit kleine Kärtchen geschrieben handschriftlich, die ich überall hier im Haus versteckt habe für meine Frau wo auch so wertschätzende Dinge draufstehen und die hab' ich quasi immer da versteckt wo irgendwas mit der Situation halbwegs passend ist.

00:56:00: Es hat immer noch nicht alle gefunden.

00:56:03: Ergert sie aber ich gebe ihr auch nicht mehr Tipps als sie hat.

00:56:07: Also sie hat schon einige gefunden, habe ich glaube ein oder zwei sind immer noch im Haus die sie noch nicht gefunden hat.

00:56:11: Also das heißt du hast ihr die Anzahl gesagt?

00:56:14: Oder was?

00:56:15: Nö!

00:56:16: Aber sie weiß dass noch welche da sind.

00:56:20: So langsam bin ich mir selbst nicht sicher wie viel noch fehlen.

00:56:22: also so ist ja irgendwann auch eine Überraschung wenn die dann in ein paar Jahren wieder auftauchen und so war mal aus.

00:56:28: Das ist auch ganz schön.

00:56:29: Es

00:56:29: muss irgendwann verkaufen.

00:56:31: Und

00:56:31: in die alten Wohnungen zu ziehen.

00:56:34: Ja vielleicht doch da.

00:56:37: Ja jetzt sind wir ein bisschen abgekommen.

00:56:40: Naja, wir sind nochmal auf so eine persönliche Ebene gegangen mit wie würden wir das eigentlich verwenden?

00:56:44: Und das finde ich eigentlich auch ganz spannend weil also so... Ich find die Theorie dahinter wirklich interessant sowohl die positive Psychologie als auch das Sustainable Happiness Model und so obwohl ich am Anfang quasi mich so über die Frequenz beschwert habe oder so unglaublich meinte für mich wäre das dann eine reine to-do Interessere daran dass irgendwie für mich selbst mal auszuprobieren.

00:57:08: aber auch in so einem viel viel kleineren Rahmen hätte ich durchaus auch und Ich glaube, ich würde es ähnlich wie du auch nicht Self love letter nennen.

00:57:16: Ich wird's auch eher irgendwie einfach vielleicht erstmal nur brief an mich selbst und dann aber mit dem So.

00:57:22: ich möchte schon wertschätzend machen Aber das mache ich eh.

00:57:26: ich käme jetzt auch nicht auf die idee mir ein Brief zu schreiben indem ich mich total runter putze.

00:57:30: Nee, ich auch nicht.

00:57:32: Selbst ich nicht!

00:57:33: Das mache ich ja im Kopf... Wenn ich es aufschreibe dann habe ich ja schon viele Jahre Übungen in sowas wie Dankbarkeitsjournaling und Glückssplitter sammeln und das reflektieren und reframe

00:57:52: usw.,

00:57:52: die innere Coaching aktivieren.

00:57:58: funktioniert alles gut.

00:58:00: Ja!

00:58:02: Ich würde fast sagen, damit können wir eigentlich schließen.

00:58:04: Vielleicht noch mit dem Plädoyer probiert es auch mal aus?

00:58:07: Ihr findet sowohl den Link zum Tagungsbank der hier Open Access und damit kostenlos lesbar ist als auch den link zum YouTube Video wo ihr euch das Ganze in so einer kleinen acht Minuten Anleitung ohne die Theorie dahinter ansehen könnt.

00:58:21: Willst du noch irgendwas anderes mitgeben für heute?

00:58:25: Nein.

00:58:26: Erzählt von dem Podcast wenn euch gefallen hat.

00:58:29: Sehr gut Dann hoffe ich, dass wir diesmal durchgekommen sind.

00:58:32: Ich habe schon ein bisschen Angst, das so langsam... weil meine Kamera hat aufgegeben?

00:58:36: Das seht ihr nicht!

00:58:36: Aber meine Kamera stellt überhaupt nicht mehr scharf und bei mir ist zumindest dein Bildbiertes eingefroren inzwischen.

00:58:42: Ich höre dich noch gut aber kann nun eine Sache von Minuten dauern bevor unsere beiden Prozessoren wieder schmilzen bei diesen Temperaturen.

00:58:50: Ich tue es auf jeden Fall schon.

00:58:51: Hoffentlich

00:58:52: bis in zwei Wochen.

00:58:53: Ja hoffentlich bis ins Beiwochen kommt gut durch die Hitze bis dahin.

00:58:56: Ciao ciao.

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