"Über das Schreiben sprechen - Peer-Lernen in akademischen Schreibgruppen" von Dzifa Vode

Shownotes

Wir spreche über die Doktorarbeit von Dzifa Vode. Sie hat selbstorganisierte, studentische Schreibgruppen untersucht. Diese Schreibgruppen sind ein Ort des informellen Lernens, da die Studierenden sich gegenseitig unterstützen, die aber nicht durch eine Lehrperson angeleitet wird. Für die Studie wurden die Gespräche in den Schreibgruppen aufgezeichnet, transkribiert und anschließend analysiert.

Vode, Dzifa (2023): Über das Schreiben sprechen - Peer-Lernen in akademischen Schreibgruppe. Bielefeld. wbv Media. DOI: 10.3278/9783763973


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Hier findet ihr den Podcast und uns in sozialen Netzwerken:

Transkript anzeigen

00:00:15: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des Schreibcasts.

00:00:19: Hallo Bierte!

00:00:21: Hallo Dennis

00:00:24: Ich bin super verwirrt denn auf deinem Bild in Studio Link steht, dass du deinen Mikrofon gemutet hast.

00:00:31: aber ich höre dich.

00:00:35: Siehst du das bei dir auch?

00:00:37: Du bist gemutet.

00:00:40: Spannend oder kann ich Dich einfach nur muten?

00:00:42: Kann ich DICH

00:00:43: muten?!

00:00:45: Ich höre Dich auf jeden Fall.

00:00:46: hoffen wir mal, dass man Dich auch auf der Aufnahme hören kann.

00:00:51: Würdest du sagen, wir ziehen das jetzt einfach durch ohne zu überprüfen?

00:00:53: Ob das so ist oder... Jetzt ist es weg.

00:00:57: Jetzt ist der Symbol weg!

00:00:59: Ja ich hab's gerade einmal gemuted und dann endputed in der Hoffnung.

00:01:02: Okay,

00:01:03: es geht gut los.

00:01:05: Das wird schon funktionieren.

00:01:07: Ah, ich glaub dein Bild

00:01:07: ist jetzt da.

00:01:08: Weißt du, dass ist doch der Computertrick.

00:01:11: damit löschen alle

00:01:12: Probleme.

00:01:12: Bei mir hat vorne auch geholfen.

00:01:14: Na ja, herzlich willkommen zu einer neuen Folge zu einer neuen Aufnahme von uns, die wir aus technischen Gründen auch ein bisschen verschieben mussten.

00:01:25: Wir sind wieder in dieser Phase des Podcasts.

00:01:26: waren wir jemals raus?

00:01:27: man kann sich die Frage stellen mit digitalen Widrigkeiten In der Produktion dieses Podcasts.

00:01:36: Wer hoffen das trotzdem eine gute Folge bei euch rauskommt, die man mit Genuss hören kann am Ende?

00:01:45: Kurz vor der eigentlichen Veröffentlichung auf.

00:01:49: Das machen so technische Hürden, das heißt wir haben noch gute zwei Tage zum Schneiden.

00:01:53: Du hast diesmal gute zwei tage zum schneiden.

00:01:58: Ein?

00:01:58: Naja okay wenn du morgen nicht mitrichtig bist, hast du noch einen.

00:02:02: Na ja so ungefähr vierundzwanzig Stunden würde ich sagen.

00:02:05: Ja naja gut plus.

00:02:11: Wir sind auf jeden Fall super aktuell!

00:02:14: Wir sind auf jeden Fall super, super aktuell.

00:02:19: Was völlig egal ist mit diesem Podcast da wir eigentlich nicht über aktuelle Nachrichten sprechen und wir heute auch kein aktuelles Thema haben.

00:02:26: Die große Überraschung ist, wir reden auch nicht über ein KI-Thema obwohl wir schon in der letzten Folge nicht über einen KI-Tema gesprochen haben und wir irgendwann neulich mal sagen... Vielleicht kann ich

00:02:36: damals ein KI Thema machen?

00:02:37: ...wir wechseln.

00:02:38: Ah ja toll!

00:02:39: Okay sehr gut gleich reden wir doch über den KI Thema.

00:02:44: Letzte Folge, wenn ihr uns chronologisch hört und wenn ihr alles hört haben wir über Self-Laufleiters gesprochen.

00:02:52: Und das hatte tatsächlich wirklich die gesamte Folge gar nichts mit KI zu tun!

00:02:58: Heute sprechen wir auch wieder über einen Text oder ein bisschen längeren Text und zwar sprechen wir über Gifa Vodes Veröffentlichung über das Schreiben-Sprechen Peer Learning in akademischen Schreibgruppen erschienen im WBV-Verlag in der Reihe Theorie und Praxis, der Schreibwissenschaft.

00:03:18: Und das ist Jifas Doktorarbeit ihre Dissertationsschrift, ihre publizierte.

00:03:24: Die haben wir beide gelesen.

00:03:26: Wir fanden sie beider interessant.

00:03:28: Wir wollen drüber sprechen!

00:03:31: Und Birte du hast es glaube ich vorgeschlagen für den Podcast darüber zu sprechen.

00:03:35: Willst Du anfangen damit was der Anlass war warum du es in dem Podcast nehmen wolltest?

00:03:41: Ich dachte, es wird einfach mal Zeit, Jifas Doktorarbeit zu lesen, ehrlich gesagt.

00:03:51: Ja so sind wir manchmal!

00:03:53: Ich habe das schon ewig auf meiner mentalen Treat List und in meiner Wahrnehmung haben wir auch schon mehrfach darüber gesprochen ob wir darüber nicht mal sprechen wollen.

00:04:10: Aber vielleicht also in meiner Erinnerung, aber vielleicht trügt mich die Erinnerungen total.

00:04:17: Genau und ich wollte auf jeden Fall schon ewig lange darüber sprechen.

00:04:20: jetzt ist es endlich soweit, aber gelesen habe ich's natürlich dann... Also für mich natürlich weil mein Kopf so funktioniert auch mit meinem aktuellen Arbeitsprojekt im Kopf Und deswegen hab' ich gesagt Vielleicht kann ich daraus ein KI-Thema machen.

00:04:43: Okay, ich habe Ihre Arbeit auch für die Arbeit gelesen.

00:04:47: Irgendwie muss man sich ja einen Anlass schaffen.

00:04:50: Bei mir war es auch so dass ich die Arbeit auf jeden Fall so oder so lesen wollte und jetzt ist aber gleichzeitig auch so das ich durchaus gestehen muss, dass meine anlasslose private Lektüre in der Regel nicht noch mehr schreibwissenschaftliche Texte sind.

00:05:09: Das sind durchaus mal Sachtexte, aber ich brauche schon oft einen Arbeitsansatz... ein Arbeitsanlass um was zu lesen.

00:05:19: und bei mir war der Arbeitsanlas vor einem Jahr schon dass ich für unsere Toolbox, also für diese Selbstlerneinheiten zum wissenschaftlichen Schreiben die wir im Schreibzentrum gestalten mich an die Konzeption einer Arbeit über das Schreiben sprechen gemacht habe und ich mir dann dachte na gut.

00:05:39: Das ist ja genau der Anlass.

00:05:41: wenn es eine Dissertationsschrift gibt, eine Forschungsschrift die genau die gleiche Überschrift trägt, dann muss sich die ja höchstwahrscheinlich lesen für diese Einheit.

00:05:50: Das heißt, bei mir ist tatsächlich die lektür... Die gründliche Lektüre ist ein Jahr her und ich habe jetzt nochmal ein klein bisschen schlaglichtartig aufgefrischt, aber tatsächlich auch in den letzten Wochen nicht die Zeit gab das Ding noch mal komplett zu lesen fehlt einfach die Zeit.

00:06:06: Das heisst wir haben zwei unterschiedliche Lesereindrücke du einen deutlich frischeren, ich etwas älteren und wir haben es wahrscheinlich unter verschiedenen Kontexten gelesen vermute ich mal was wahrscheinlich für die Diskussion ganz spannend wird.

00:06:21: Ich habe das Gefühl, du hast gerade richtig gesagt im Vorgespräch, dass es ja zwei Wochen her ist, dass ich das gelesen hab und irgendwie habe ich das Gefühl schon super lange her.

00:06:35: Also vor zwei Wochen war ich auf jeden Fall mehr drin als jetzt.

00:06:39: Wir werden sehen!

00:06:40: Wie viel anderes hast Du gelesen in der Zeit?

00:06:43: Weil du liest generell recht viele,

00:06:44: ne?!

00:06:45: Ja...

00:06:46: Ja, das ist glaube ich das mit dem... Also ich glaube dass es so ein bisschen die... Das ist so ein bißchen das bei dir.

00:06:55: Weil man halt super viel liest dann werden ja auch irgendwie... Dann verblassen die Eindrücke halt auch schneller.

00:07:00: Du hast halt eigentlich gar keine Kapazitäten um jetzt lange Bei einem komplexen Buch zu bleiben Sondern springst dann halt schon wieder zu was neuem.

00:07:10: Das macht nix.

00:07:11: Ich freu mich trotzdem auf heute.

00:07:13: Es wird wie's wird.

00:07:15: Schauen wir mal was wird.

00:07:19: So kennen wir den Schreibcast ja auch.

00:07:23: Wir machen kein Skript vorher, haben wir das schon mal gesagt?

00:07:25: Ist das schon einmal

00:07:26: durchgeklungen?!

00:07:27: Das wäre wirklich wenn wir ein Skribt hätten!

00:07:31: Das ist ja so witzig

00:07:32: und unser Podcast einfach so wäre wie er wäre... Wie krass wär das oder?

00:07:39: Also wie würde dieses Skriipt aussehen?

00:07:41: Dann haben

00:07:41: wir einfach den falschen Job, wenn wir sonst ein Skrip schreiben könnten

00:07:45: Ja oder wir sind genau, ja genau ich wollte gerade sagen weil dann könnten wir auch für Serien schreiben und so.

00:07:50: Also das ist unsere KI.

00:07:54: sagen wir lassen immer noch zu sollen.

00:07:55: hier ist ein strukturiertes Skript KI.

00:07:57: Aufgabe prompt mach es chaotisch.

00:08:02: Das wäre mal spannend wenn wir irgendwie so zehn Folgen transkribiert reinschmeißen... Jetzt hast du ungefähr die Struktur verstanden.

00:08:14: Jetzt mach mal ein Skript für den nächsten Folge!

00:08:19: Gab es vor nicht allzu langer Zeit ein Experiment von dem Comedy-Podcast, das Podcastofen.

00:08:26: Das habe ich glaube ich auch schon mal hier erwähnt im Podcast oder haben wir nur im Vorgespräch darüber gesprochen?

00:08:31: Das haben die nämlich mit der Uni Tübing zusammen gemacht mit dem Red AI Center.

00:08:35: Die haben einen gesamten Podcast kompilen lassen also komplett einen KI generierten Podcast inklusive Stimmen machen lassen und haben, glaube ich, Trainingsdaten von zwei Jahren Podcast oder so reingeworfen.

00:08:49: Haben das Skript generieren lassen?

00:08:50: Haben das skript noch mal stark umgeschrieben... ...und dann Voice AI quasi Stimmen generieren lasse und haben das als eine Testfolge

00:08:59: veröffentlicht?!

00:09:01: um auch zu überprüfen, wie die Akzeptanz war und wie die Leute so überhaupt merkt haben.

00:09:05: Und was ich ein bisschen irritierend fand, das dann in vieler Berichterstattung... Also vor allem so medialer Berichtserstattungen, dann irgendwie drin stand, so da wundert sich die Zuhörer des Podcasts aber ganz arg!

00:09:17: Das klingt doch ein bisschen komisch.

00:09:19: In den podcastinternen Sachen gibt es einen Reddit-Forum für den Podcast.

00:09:23: Es gibt glaube ich eine Chatgruppe für den podcast.

00:09:26: Die sind auf Social Media.

00:09:27: Da haben alle Leute halt geschrieben.

00:09:30: Ich hab die erste Minute gehört, warum macht ihr hier eine komplett generierte Folge?

00:09:34: Was soll das also?

00:09:35: so?

00:09:35: regelmäßige Hörer des Podcasts haben sich halt überhaupt nicht davon täuschen lassen null.

00:09:41: Und haben höchstens gesagt mit hey ist ein wahrscheinlichen Experiment oder so weil die da auch vorher im Podcast schon immer mal wieder drüber gesprochen haben über die Möglichkeit aus Gag sich von der KI substituieren zu lassen und Dann wurde das so medial, so ein bisschen verdreht als hätte das ernsthaft irgendjemanden getäuscht.

00:10:00: Aber es war halt wirklich so.

00:10:02: auch ich hab diese Folge angehört und habe nach dreißig Sekunden gehört ja das sind nicht die in ihre Stimmen.

00:10:07: Die eine ist so halbwegs getroffen, die andere Stimme hat nichts mit dem zu tun wie der Podcast da klingt.

00:10:13: Das fand ich sehr geärgert.

00:10:15: dass das dann so... Ja, medialer Berichterstattung wieder so runtergebrochen wurde auf trigger ich.

00:10:23: Da können wir ja alle vollgetäuscht werden und zwar so dieses nehe.

00:10:27: also soweit ist es noch nicht.

00:10:29: da hat sich niemand vertauschen lassen außerhalb vielleicht Menschen die den podcast nie hören Und nicht wissen wie die stimmen klingen und wie die normalerweise reden würden.

00:10:38: Naja zu weit ab von dem was wir machen

00:10:42: doch genau zu teilweise davon unserem thema.

00:10:47: Viele Gedanken dazu.

00:10:50: Let's talk about Überschreiben reden,

00:10:53: oder?

00:10:53: Ja!

00:10:55: Gerne.

00:10:55: Wo wollen wir denn anfangen?

00:10:58: Fassen wir erstmal zusammen was gemacht wurde?

00:11:00: Was hat sie gemacht?

00:11:03: Also das ist ja... Sie hatten natürlich für mich... Ne, sorry.

00:11:07: Nee mach du.

00:11:07: Willst du was sagen?

00:11:10: Für mich war tatsächlich der theoretische Teil total spannend.

00:11:14: Da ging es nämlich um Schreiben an der Hochschule und hat einfach ganz viel gutes Material zusammengetragen.

00:11:22: Das habe ich sehr intensiv gelesen, kommentiert und verschlagwortet usw.

00:11:32: Was sie gemacht hat ist, es gab Schreibgruppen – und diese Schreib-Gruppen haben Studenten Mitarbeiterinnen gesessen, die wurden aufgenommen.

00:11:50: Die Gespräche in den Schreibgruppen und dann transkribiert später um festzustellen worüber reden?

00:11:57: Was hat das für ein Impact

00:11:59: usw.?

00:11:59: Das würde ich sagen ist sehr zusammengefasst.

00:12:01: dass was passiert ist richtig Ja

00:12:05: genau würde auch so sagen eine Beforschung von real existierenden Schreib Gruppen ihren Gesprächen der Art und Weise, was diese Gespräche bewirken.

00:12:17: Und wie sie also sowohl wie Sie geführt werden die Struktur dieser Gespräche als auch wie diese Gesprächen einen Einfluss auf das geschriebene haben über das gesprochen wird in diesen Gruppen?

00:12:30: Das ist tatsächlich sehr spannend!

00:12:33: Sie schlüsselt es dann auch auf, also sie kategorisiert und schlüsselt es auf, in wie viel Prozent wird was thematisiert.

00:12:42: Und eine wichtige Erkenntnis daraus, finde ich das unbegleitete Schreibgruppen.

00:12:49: Also da sitzt ja keine Lehrperson dabei!

00:12:51: Außer in einer Schreibgruppe, da ich vermute mal aus personellen Gründen hat sie da selber beigesessen und es aufgenommen.

00:13:00: Und das schreibt sich auch selber.

00:13:01: Das muss man natürlich mit bedenken dass Sie an dieser Hochschule eine Lehrperson ist und reflektiert.

00:13:06: Das finde ich total gut in der Arbeit auch kritisch.

00:13:09: ansonsten waren das studentische Mitarbeiterinnen Wie gesagt, die dabei saßen und insofern unbegleitete Schreibgruppen.

00:13:19: Weil die ja auch nicht da waren irgendwie explizit als PiatutorInnen oder Lehrpersonen oder so Und auch nicht das Gespräch moderiert haben.

00:13:28: und es wurde tatsächlich über den Text also über Texte gesprochen über Schreibprozesse gesprochen Es wurde über Hochschulstrukturen und über Prüfungen gesprochen.

00:13:38: Das heißt es waren Gespräche Nicht jetzt auf einmal Fingerborden, ich habe gerade kein Freizeitthema im Kopf.

00:13:48: Fingerboden!

00:13:50: Okay ja.

00:13:51: Das ist eine Freizeitätsbeschäftigung?

00:13:54: Ja es ist...

00:13:58: Für alle die das nicht kennen man hat kleine Mini Skateboards, die man mit seinen Fingern bedient und dann kann man da auch so durch kleine Miniatur Halfpipes fahren und so Zeug.

00:14:09: Ja,

00:14:13: also was war auf jeden Fall kein Thema in den Schreibgruppen?

00:14:16: Ne, überraschend.

00:14:18: Das ist kein Thema.

00:14:22: Ganz kurz du hast gemeint so die eine Gruppe in der G-Fer dabei saß.

00:14:26: ich bin mir jetzt gerade selbst nicht mehr ganz sicher aber sie schreibt dann ja wenn es zur Auswertung der Ergebnisse gibt.

00:14:33: Es gab sowohl autonome Schreibkruppen und an das was sie Schreibgrupe plus nennt.

00:14:38: bist du sicher dass es nicht auch Das ist, wo sie dabei saß.

00:14:41: Da bin ich nämlich gerade nicht mehr ganz sicher, das finde ich auf die Schnelle nicht.

00:14:44: oder saß sie wirklich bei einer dieser Autonomen-Schreibgruppen dabei?

00:14:48: Nein, ich meine, sie saß bei einer Auton... Entschuldigung.

00:14:51: Ja.

00:14:52: Halt man jetzt schon wieder den Regenaufendach eigentlich?

00:14:56: Minimal.

00:14:56: Ist trommelt aufs Dach.

00:14:58: Also aufs dachfenster, da sind es Probleme

00:15:00: hier.

00:15:00: Es ist kein störendes Geräusch.

00:15:01: Kein störande Geräusche, finde ich.

00:15:04: In meiner Erinnerung schreibt sie, dass es gab so und so viele Schreibgruppen.

00:15:08: Die wurden von studentischen MitarbeiterInnen aufgenommen... ...und in einer saß sie selber!

00:15:14: Ah ja okay, okay.

00:15:16: Und ich meine, dass sie auch sowas schreibt wie das ließ sich nicht anders?

00:15:20: Terminlich und so.

00:15:22: Okay, dann wird das wahrscheinlich genau so sein.

00:15:24: Dann hatte ich das nur überlesen weil die Trennung, die sie hat... Genau, sie macht es größtenteils auf autonomen Schreibgruppen.

00:15:30: Autonomisch-Schreibgruppe sind selbst verwaltete Schreibgruppen.

00:15:34: die werden höchstens ganz am Anfang begleitet in der Gründungsphase.

00:15:38: das läuft oft durch so eine gemeinsame Auftaktveranstaltung ab in der die Interessierten darüber informiert werden was ist bedeutet eine Schreibkruppe zu machen und in der Sie maximal darin angeleitet werden, Regeln für diese Schreibgruppe aufzustellen.

00:15:52: Zum Beispiel Frequenz der Treffen, Länge der Treffen und so Regeln der Schreibgruppe wird was protokolliert wie wird gearbeitet usw.

00:16:02: Und dann werden die Schreibkruppen aber eigentlich sich selbst überlassen.

00:16:05: und halt eben die organisieren sich autonom.

00:16:09: Dann gibt es halt das, was Gifa hier als Schreibgruppe plus beschreibt.

00:16:13: Ich weiß wir haben das in Tübingen also Konzepte gemacht haben semi-autonomisch Schreibgruppen genannt und ich glaube dass kommt auch aus der Literatur.

00:16:22: Also in Bonn hatten wir das glaube ich auch benutzt Und semi autonome Schreib Gruppen haben halt so ein bisschen mehr Gerüst um sich herum.

00:16:31: So wie Gifa ist hier beschreibt war das dann quasi diese Auftaktveranstaltung Dann immer noch autonome Schreibgruppenphasen, aber dann abschließend wieder eine moderierte Abschlussveranstaltung.

00:16:42: Wo dann wieder eine Person dabei saß die den Schreibenden beim Reflektieren der Schreibkruppenzeit und der Ergebnisse in der Schreibtgruppe geholfen haben.

00:16:52: Und das ist aber auch die an sich ich sag mal moderierteste Form Die Gifa hier in ihrem Buch beschreibt.

00:16:59: es gibt noch moderierte Schreib-Gruppen wo dann halt tatsächlich immer Ein Facilitator dabei sitzt.

00:17:07: Oh ja, die Regen wird stärker.

00:17:10: Aber das spielt jetzt in G-Fars Untersuchung keine Rolle.

00:17:15: Hörst du mich noch?

00:17:16: Ist der Regen so stark dass ich gerade nicht mehr bei dir ankomme?

00:17:21: Ich habe es gerade lauter gestellt an Computer!

00:17:24: Sehr gut

00:17:26: Es ist einfach ein crazy Weltuntergang draußen.

00:17:29: Also jetzt hört man es auch wirklich recht deutlich.

00:17:31: Aber ich glaube das passiert momentan in allen Teilen Deutschlands, bei mir hätten wir gestern aufgenommen, wäre das bei mir alle zwanzig Minuten so gewesen?

00:17:40: Ja also mit Dürre haben wir hier tatsächlich nicht zu tun.

00:17:44: Wir jetzt für ein paar Tage auch nicht mehr dann wieder.

00:17:49: Ne ist bei uns regnet's ja!

00:17:51: Also wir hatten jetzt ein paar tage Sonne aber sonst hatten wir einfach immer Regen.

00:17:57: Also immer dieses, was du sagst alle zwanzig Minuten

00:18:00: ist

00:18:00: wirklich

00:18:01: gut für die Umwelt.

00:18:04: Aber nicht fürs Wäschetrocknen?

00:18:06: Auf gar keinen Fall.

00:18:09: Dann vielleicht mal so zu Gifas Methodik.

00:18:13: also das ist jetzt das ist ihr Forschungsgegenstand den wir gerade beschrieben haben Die Schreibgruppen von Studierenden.

00:18:19: und dann die Frage wie hat sie das beforst?

00:18:25: Sie Hat soll ich es kurz beschreiben oder willst du Sie hat eine Vorstudie gemacht, sie hat dann auf Basis dieser Vorstudio ein didaktisches Konzept entwickelt auch für die Schreibgruppen.

00:18:40: Dann hat sie in der Durchführung dieser Schreibkruppen die Daten erhoben und dann quasi eine Datenauswertung aus dieser Hauptstudie gemacht.

00:18:49: Das ist in der Arbeits- und Schaubild auf Seite Achtundneunzig wo sie das beschreibt Wie sie es gemacht hat.

00:18:54: also quasi im Vorfeld hat sie quasi auch etabliert, wie diese Schreibgruppen aussehen sollen.

00:19:00: Es haben sich in diesen Schreibkruppen... Sie hat etwas was sich hier quasi eine qualitative Inhaltsanalyse von Gruppendiskussionen gemacht hat, Gespräche im Feld geführt.

00:19:08: also sie hat quasi auch schon mit ganz vielen Leuten gesprochen bevor sie ihre eigentlich bevor schon Schreibgruppen aufgebaut hat, also in zwei verschiedene Studien gegliedert.

00:19:19: Dann hat sie darauf auf Basis dieser Gespräche im Feld und der qualitiativen Inhaltsanalysen eben genau diese beiden Konzepte, der autonomen akademischen Schreibgruppe und der Schreib-Gruppe Plus gebildet.

00:19:30: Und diese wurden dann beforst die Gespräche wurden aufgezeichnet.

00:19:35: hier kommt genau das ins Spiel was du gesagt hast.

00:19:37: bei einer dieser Schreib Gruppen war sie dabei und damit ist wahrscheinlich oder nicht wahrscheinlich dadurch ist natürlich die Gruppendiskussion verändert haben tatsächlich die Möglichkeit gehabt autonom zu diskutieren.

00:19:52: Also da war niemand dabei, obwohl natürlich diese ja auch wussten dass sie aufgezeichnet werden und allein das ist ja schon eine Veränderung der Diskussion.

00:20:03: so gesehen kommt man aus diesem methodischen aus dieser methodischen Einschränkung eh nicht ganz raus, weil diese Schreibgruppen natürlich nicht heimlich aufgezeichnet wurden.

00:20:12: Und damit kommen natürlich all diese Probleme die man immer hat wenn man ethnografisch arbeitet, sociologisch arbeitet das hier so Fragen der sozialen Erwünschtheit zum Beispiel immer eine Rolle spielen wie dann diskutiert wird in diesen Gruppen und Auf der Datenauswertung dieser Gesprächsaufzeichnungen aus der Hauptstudie.

00:20:38: daraus entsteht dann die Diskursanalyse, die Gifa gemacht hat, die wir jetzt hier vorliegen haben.

00:20:46: Und die restliche Arbeit genau wie du sagtest ist ein sehr großes Kapitel.

00:20:49: Kapitel zwei schreiben an der Hochschule was wirklich so den Forschungsstand und auch den schreibt didaktischen und Schreibforschungs Vorbau leistet.

00:21:00: Das ist auch wirklich ein sehr, sehr gutes umfassendes Kapitel was einen tollen Überblick auf aber auch einen sehr geraften Überblick über halt so die Entwicklung der Schreibtidaktik an deutschsprachigen Hochschulen aktuelle Strömungen und so weiter und sofort gibt.

00:21:18: Ich habe besonders intensiv übrigens gelesen für meine Vorbereitung das dritte Kapitel akademische Schreibgruppen und Gespräche in ihnen also quasi das zweite Forschungsstand Theorie Kapitel, so ein bisschen die Geschichte von Schreibgruppen.

00:21:35: Die ... Schreib-Gruppen als Form des kollaborativen Lernens und so.

00:21:39: das waren Sachen, die für meine Arbeit, als ich diese Arbeit hier in der Toolbox gelesen habe sehr wichtig war.

00:21:46: Deshalb ist das Kapitel in dem ich jetzt noch am meisten Notes in meinem Buch kleben habe.

00:21:53: Das war für mich auch wichtig weil ich tatsächlich Auch da vieles für das auszuarbeitende didaktische Konzept in unserem Projekt relevant fand.

00:22:08: Also auch wenn das keine autonomen Schreibgruppen wären, sondern nur innerhalb eines Seminaramens – genau und es geht ja um Schreiben, Lehren und Lernen mit und trotz KI!

00:22:20: Und da fand ich immer wieder spannend.

00:22:22: dann wie also ob da das Konzept der Schreibkruppen nutzbar ist.

00:22:29: Und mit der Idee auch, dass dieser gefühlte Zwang den gerade viele Studierenden haben zu KI oder und auch die Angst es zu benutzen also in diesem... In dem Spannungsfeld Ich hab die ganze Zeit zwei Hände hochgehalten und wollte so, ich wusste das Wort grad nicht.

00:23:02: Also in diesem Gott ...

00:23:08: Spannungsfeld?

00:23:09: Ja, bewegen zu uns!

00:23:11: Und gefühlt reden wir wenn wir über Schreime-und KI reden was das Thema ist bei uns im Projekt über Inextrem.

00:23:28: Groups passiert, überschreiben zu sprechen und über akademische Schreiben sprechen.

00:23:36: Vor allem über akademische Schreibensprechen dass das eventuell ein freierer Raum sein könnte.

00:23:44: Ja bist du damit schon?

00:23:46: steigst du mit dieser Aussage schon ein bisschen in eine der Thesen ein die G-Farm Ende ihre Arbeit auch formuliert?

00:23:53: Das wäre jetzt nämlich genau meine Frage gewesen so im Sinne von Wie besprechen wir denn jetzt sinnvoll in der noch verbleibenden Zeit unserer Episode Gifas Arbeit?

00:24:04: Und ich glaube am sinnvollsten wäre es wirklich direkt am Ende, in ihre Thesen einzusteigen.

00:24:10: Wäre mein Vorschlag und da so ein bisschen durchzugehen.

00:24:14: Genau also das vielleicht nochmal von euch wenn ihr das hört.

00:24:18: Ihre Arbeit hat einen ganz typischen Aufbau, also am Anfang kommt der Forschungsstand dann kommt ihre Methodik.

00:24:24: Dann kommt ein großer Ergebnisteil, der sich sehr interessant liest weil er eben genau Einblicke in diese fünf verschiedenen Schreibgruppen treffen die sie bevorstatt bietet.

00:24:36: Sie schlüsselt das noch mal auf in Themen... Also nach Themen Etwas zu tun haben zum Beispiel Thema Schreibprozess, Thema Sprache, Thema wissenschaftliches Arbeiten.

00:24:49: Und am Ende ihr Diskussionsteil sind dann acht Thesen die sie zu autonom akademischen studentischen Schreibgruppen aufstellt und die zu diskutieren sind und ich glaube da würden wir jetzt genau einsteigen und mitdiskutieren.

00:25:06: Du hast jetzt gerade schon gesagt, so ein bisschen Raum.

00:25:08: So passt das was du grade sagtest?

00:25:10: Deiner Meinung nach am ersten zu G-Fast zweiter These die dir aufstellt oder würdest du da irgendwo, würdest du eher woanders andocken?

00:25:18: Die zweite These ist autonome Schreibgruppen sind ein Schutzraum für Emotionen und gar nicht dumme Fragen.

00:25:24: Ja Ja ich habe mir direkt den ersten Absatz markiert in dem Kapitel unter Kapitel Erscheinen als.

00:25:37: ich muss es mal hochnehmen, sonst spreche ich immer nach unten und mein Mikrofon ist hier mir gegenüber.

00:25:42: Ja

00:25:42: das Problem habe ich auch.

00:25:45: So die Schreibgruppen moment erscheinen als ein sicherer Ort an dem Studierende auch ansonsten vielleicht peinliche Fragen ansprechen vor allem zu den Grundlagen wissenschaftlichen Schreibens und Arbeitens.

00:26:01: Also, zu Unklarheiten die sie angesichts der Studienphase in Klammern nach Auffassung vieler Lehrenden nicht mehr haben dürften.

00:26:14: für solche Fragen gibt es sonst an der Hochschule kaum einen Raum wie genau wie ich in Kapitelzeichen und so weiter.

00:26:23: Und das finde ich einen wichtigen Punkt, viele wichtig.

00:26:27: In diesem Teil, den ich gerade vorgelesen habe sind aus meiner Perspektive direkt viele wichtige Punkte nämlich natürlich auch der wichtige Punkt dass Lehrende immer wieder annehmen, dass im Laufe des Studiums gelernt wird wissenschaftlich zu arbeiten.

00:26:55: und Ich Du allzu gerade gesagt hast, das ist ein typischer Aufbau einer Arbeit.

00:27:01: Habe ich gedacht Überraschung bei einer Qualifikationsarbeit?

00:27:03: Es ist natürlich auch total überraschend, dass es ein total typischer aufbau ist.

00:27:08: und das sage ich jetzt nochmal weil die Qualifikation Phase hört ja nicht nach dem ersten Semester auf.

00:27:23: also Weißt du, diese Idee, dass wir im ersten Semester wissenschaftliches Arbeiten lernen und das dann können ist irgendwie ein interessantes Lernverständnis.

00:27:39: Ja!

00:27:39: Und dieses Lernverständnis zu wissenschaftlichem Arbeiten... Ich schaue gerade gucken wie ich Dinge formuliere.

00:27:51: Zu wissenschaftlichen Arbeiten?

00:27:54: Begegnet uns immer noch an Hochschulen.

00:27:57: Es wird schwieriger, so Aussagen zu machen wenn man auf einmal selbst wieder in der Hochschule arbeitet.

00:28:02: Richtig!

00:28:03: Das ist genau mein Punkt gerade.

00:28:06: Ja ja...

00:28:08: Aber ich denke so kann nicht das formulieren oder?

00:28:10: Kannst du es immer formulieren mit In einer Diskussion beobachtet.

00:28:16: Ich habe mit jemandem darüber gesprochen dass

00:28:20: Ich habe es viel öffner gesagt.

00:28:23: Ja,

00:28:27: genau ich hab gehört dass es solche Annahmen immer noch gibt an Hochschulen.

00:28:35: Und mir wäre daran gelegen mehr Verständnis für studentisches Lernen zu erwecken?

00:28:48: Ja und gleichzeitig aber auch den Erwartungshorizont klar zu formulieren.

00:28:53: Das ist nämlich auch etwas, was Giva in genau diesem Kapitel schreibt... Da schreibt sie, jetzt zitiere ich mal kurz.

00:29:00: Die Studierenden erleben häufig eine Kluft, zitiert nach Ullmi et al zwischen Anspruch und Umsetzbarkeit.

00:29:06: Sie müssen Entscheidungen vornehmen die sie aufgrund ihres mangelnden Überblicks nicht leisten können.

00:29:11: Das schlägt sich in Selbstzweifeln und einem Wageneindruck von Inkompetenz nieder.

00:29:16: Häufig lassen sich diese Widersprüche nicht auflösen sondern sie müssen ausgehalten werden bis durch Mehrfachwissen und Erfahrung eine gewisse Routine und Selbstsicherheit entsteht.

00:29:25: Und dann schreibt sie die Schreibgruppengespräche, zeigen das Ausmaß der Unklarheiten und der empfundenen Unsicherheit auf.

00:29:32: Zeigen aber auch wie die Studierenden im Gespräch durch den gemeinsamen Wissenspool und den Austausch einige kollaborativ... ...und den Austausch einige Probleme kollaborative lösen können.

00:29:42: Und das finde ich auch noch so ein ganz wichtiges Ding wenn wir halt sagen es muss nicht nur irgendwie ein größeres Verständnis da sein sondern Ich glaube auch dieses was wird eigentlich erwartet muss besser kommuniziert werden.

00:29:52: und genau da kann halt eine Schreib Gruppe zumindest mal helfen diese Unsicherheiten in einem Schutzraum zu formulieren.

00:30:01: Und das ist glaube ich auch wirklich noch mal was anderes als eine individuelle Schreibberatung, was ja auch ein Peer-Format ist.

00:30:07: aber da sitzt du halt schon noch einer geschulten Person gegenüber und in so ne autonome Schreibgruppe sitzt Du halt einer Gruppe von Leuten gegenüber

00:30:15: die

00:30:16: bei der sich wahrscheinlich recht schnell herausstellen wird dass alle diese Unsichheiten haben und das wirkt nochmal stärker.

00:30:23: Das ist ja auch etwas, was Giva mit aufnimmt in ihrer Arbeit.

00:30:27: Ich habe leider keinen Zitat gerade an der Stelle aber ich erinnere mich das gelesen zu haben.

00:30:33: Diese Schwierigkeit des PIR-Begriffs in der PIER Schreibberatung dadurch dass du ja auch schon mit einem gewissen Erwartungen in eine PIER-Schreibberätung kommst.

00:30:43: also du gehst ja eher wahrscheinlich als... Mit der Beratung ist es eine Schreib beratung da rein und dann sitzt da eben die wissende Personen vor dir usw.. Und daran anschließen zu dem, was du gerade gesagt hast.

00:30:56: Anschließend ein These zwei finde ich These eins total wichtig.

00:31:02: Es wäre natürlich schlüssig gewesen da erst drüber zu sprechen.

00:31:06: Das würde jetzt hin und her springen weil wir werden denke ich auch nicht alle acht durcharbeiten.

00:31:12: Die Mitglieder begreifen die autonome Schreibgruppe als ihr Werkzeug und ihr setzt sie in Anführungsstriche.

00:31:22: Das sage ich gerade, weil ich das wichtig finde zu dem was du gesagt hast.

00:31:27: Es ist tatsächlich auch zu ihrem Eigen zu machen und sie schreibt auf Seite ... ... was in der Autonomenschreibgruppe zu Tagetritt entspricht einem Teilbereich der akademischen Identität.

00:31:47: Und dann kommt so ein Zitat, das sie anführt von Boot und Die... ...zu akademischer

00:31:55: Identität.".

00:31:57: Du bist auf Seite forty?

00:31:59: Spannend!

00:32:01: Dann ist die gedruckte Variante, die ich vor mir liegen habe scheinbar anders nummeriert als die I. die Digital-Variante.

00:32:10: Bist du in Kapitel eins bei zweihundertvierzig?

00:32:13: Also, bei der ersten These?

00:32:15: Ja!

00:32:16: Das ist bei mir nämlich schon... Zweihundert vierzig ist bei mich nämlich schon die zweite.

00:32:20: Oh, okay.

00:32:21: Die erste These fängt dann auf Seite zweihunddreißig an und dann auf der zweiten Seite der Ersten These ...

00:32:27: Ah, ich

00:32:28: bin froh für... In der Mitte das Zitat

00:32:31: Okay, ich bin ungefähr zwei Seiten vor.

00:32:33: Dann nehmt bitte unsere Seitenzahlenennungen mit ein bisschen Vorsicht.

00:32:37: je nachdem was ihr für eine Variante vorliegen hättet müsst ihr immer um zwei Seiten davor oder dahinter gucken.

00:32:44: Genau also Ich bin in der digitalen Variante.

00:32:46: bei mir fällt das digitale lesen ja leichter aufgrund der Seebehinderung.

00:32:51: Ich finde es auch furchtbar schade.

00:32:52: aber ist es wie es ist?

00:32:55: Ich habe auch große Teile davon digital gelesen.

00:32:59: Podcast irgendwie das Buch, weil ich da die Klebezettel drin hab.

00:33:02: Das macht mir die Orientierung da ein bisschen leichter.

00:33:03: Ich finde es auch total gut und ich habe dafür zu Tero ja für mich entdeckt und hier angefangen mit zu Thero Markierungen zu arbeiten in einem weiteren Text oder auch schon diesem.

00:33:16: irgendwie habe ich jetzt auch angefangen.

00:33:18: Das geht vom Thema weg mit zu Tere.

00:33:23: markieren, vertecken unter zugehörigen Notizen.

00:33:28: Und Farbkodierung, das ist der neueste heiße Scheiß jetzt.

00:33:32: Ja?

00:33:33: Farb-Kodierungen in Zertierung die Überschriften zum Beispiel einer Farbe und dann hast du die Üverschrift, da hast du dann die... Also in der Seitenleiste dann die, ach es ist... Ach Gott ich finde Literaturverwaltungstool zu geil!

00:33:48: Sind

00:33:49: Sie?!

00:33:51: Aber zurück zur Tese eins.

00:33:56: Ich habe übrigens letztens im Gespräch abends mit Freunden gesessen und angefangen über zu Thea vorzusprechen.

00:34:03: Leute fangen an den Kopf zu schütteln, aber haben festgestellt das immerhin meine Augen anfangen zu

00:34:08: leuchten.".

00:34:09: Wenn sie dein anderes Herzensthema Fingerboarding nicht kriegt dann vielleicht Literaturverwaltung... Das

00:34:16: ist überhaupt nicht mein Herzensthema.

00:34:18: ich wollte noch nicht Reiten.

00:34:19: sagen!

00:34:20: Das

00:34:20: möchte ich jetzt etablieren dass du eine passionierte Fingerboarderin bist?

00:34:26: Nein, mein ehemaliger Arbeitskollege Von meinem jetzt ehemaligen Arbeitsplatz, gerade für digital ist Fingerboarder.

00:34:36: Und das hat mich sehr beeindruckt, dass einfach immer an seinem Arbeitsplatz so ein Fingerboard stand.

00:34:42: Weil es mich sehr daranheitert hat ... Das war in meiner Schulzeit schon mal Thema Fingerboarden bei Leuten

00:34:49: und ich

00:34:50: find's auch irgendwie gut... Auch als Sozialarbeitsthema, als Aneignung des öffentlichen Raums übrigens.

00:35:01: Es ist überhaupt nichts gegen zu sagen.

00:35:04: Wenn Leute das können, sieht es auch cool aus.

00:35:08: Okay weiter!

00:35:09: Teezer eins.

00:35:13: Auf jeden Fall autonomische Reibgruppen als ihr Werkzeug zu machen.

00:35:19: Das heißt dann natürlich auch schlüssig als ihren Schutzraum zu gestalten und ich glaube dass es auch wichtig weil sie Also dieses auch im Anschluss an Academic Identity.

00:35:36: Dieses im Prinzip Aneignung des öffentlichen Raums passt eigentlich ganz gut.

00:35:39: ein Schlagwort dazu, weil es geht ja im Studium auch um eine Aneigung des Raums und den kannst du jetzt im übertragenen Sehmen sehen als wissenschaftlichen akademischen Raum als Aneignung der Strukturen, in denen du dich bewegst und natürlich auch tatsächlich den realen Raum über studentische Räume.

00:36:10: Aber diese... Und hier glaube ich finden wir in diesen Schreibgruppen eine Aneigung des übertragenen Raumes also das Aneignung des Wissenschaftsraums.

00:36:25: Ja!

00:36:26: Das ist auch etwas was an allen Universitäten, an denen ich bisher zwar sei es die Uni, an der ich studiert habe oder die Unis, an den ich einen Job hatte war immer die Diskussion über Lernräume.

00:36:41: Sei es physische Orte, an dem man lernen kann als auch Möglichkeiten überhaupt irgendwelche Lernangebote autonom aus aufzuziehen War immer eine ganz, ganz starke Debatte Universitäten selten zu Friedenstellen gelöst haben.

00:37:00: Es war eigentlich immer der Fall von Zu wenig Lernräume, zu wenig Möglichkeiten, zu wenige Möglichkeiten der Vernetzung, zuwenig Zeit um überhaupt irgendwelche autonomen Angebote auf die Beine zu stellen.

00:37:13: und Schreibgruppen waren immer ein häufiges Mittel und auch etwas was von Studierenden wirklich häufig gewünscht wurde.

00:37:21: also das haben wir auch in Typ.

00:37:22: irgendwie kriegen regelmäßig So die Frage nach Schreibgruppen.

00:37:26: Nicht nur von Studierenden, auch von Promovierenden.

00:37:31: Neulich tatsächlich sogar von Lehrenden!

00:37:33: Also eine Lehrende hat uns darauf angesprochen ob es eigentlich Angebote unserer Seite aus gibt bei denen wir halt Forschende... unterstützen, indem wir halt auch irgendwie Schreibgruppen organisieren oder einen Retreat innerhalb der Uni anbieten oder sowas in der Art.

00:37:48: Was ich total spannend finde.

00:37:50: Die Antwort ist tatsächlich nein tun wir nicht aus Kapazitätsgründen.

00:37:53: aber so die Nachfrage ist da mit der es gleichzeitig eine Hürde verbunden zu der kommen wir glaube ich später noch das nämlich auch einer anderen These.

00:38:04: Ja, aber ich würde hier ganz gerne nochmal anschließen an der Stelle zu räumen.

00:38:10: Weil da komme ich jetzt wieder mit KI.

00:38:13: Das ist tut mir leid.

00:38:13: Jetzt kommt es einfach immer reingedroppt zwischendurch.

00:38:17: Dass es dazu ja auch einen Lernraumort geben muss also dass wir Mitschreibgruppen eventuell das ermöglichen können Studierenden ein Denkraum zu schaffen an der Hochschule, was besonders in Zeiten, in denen wir KI in der Lehre mitdenken müssen.

00:38:42: Das heißt nicht dass wir es mit anwenden müssen.

00:38:44: das heißt nicht, dass wir's mit vorschreiben müssen überhaupt gar nicht!

00:38:48: Nicht null.

00:38:49: aber wir sollten das mit denken.

00:38:51: aus meiner Perspektive und in diesem Mitdenken gehört ja noch mehr dazu Studentinnen einladen darf an der Hochschule in den Seminaren, die sich zu eigen zu machen und als ihren Raum zu nutzen.

00:39:12: Zum Lernen zum Denken

00:39:14: ja zum

00:39:16: Einfach mal wild spekulieren

00:39:20: Ja

00:39:20: jetzt hast du

00:39:22: Ich finde genau dieses so.

00:39:24: dieses Wild spekulation gerade ist eine super Überleitung zur G-Fast dritter These wenn sie sagt, Schreibwissen wird durch Berichte und Austausch vermittelt.

00:39:31: Und das ist glaube ich eine der ganz großen genuinen Sachen die dann für mich auch wieder auf quasi das Titel... ...das Titelgebendelement der Dissertation leitet nämlich über das Schreiben sprechen.

00:39:45: Das ist auch das was ich zum Beispiel als ich jetzt dann für die Toolbox angefangen habe diese Einheit zu konzipieren.

00:39:51: Das war so ein bisschen der Fokus warum ich überhaupt quasi also die Frage warum sollte man überhaupt, wenn sich mit Schreiben beschäftigen möchte eine Lerneinheit zu über das Schreibensprechen ansehen.

00:40:02: Ich habe damit irgendwie zwei Selling Points gab.

00:40:04: der erste Selling Point war naja Dozentengespräche sind kompliziert und du musst Gespräche mit deiner Betreuung vorbereiten und dabei helfen wir dir in dieser Übung.

00:40:12: Und die zweite Sache war Wenn Du überschreibend sprichst lernst Du etwas.

00:40:15: überschreiben.

00:40:16: Das ist ein dialogischer Prozess.

00:40:19: sprechen lautes Denken mit anderen, die dir auf diese Gedanken antworten können hilft.

00:40:26: Und so wir sagen ja immer so schreiben lernt man durchschreiben Aber das stimmt natürlich auch.

00:40:31: aber schreiben lernt Man nicht nur durchschreien Schreiben lernte man eben auch indem man überschreiben spricht.

00:40:37: und dass es genau die tese DG verformuliert als ihre dritte tese.

00:40:40: und was sie beobachten konnte Die leute haben

00:40:44: einen satz nicht übrigen

00:40:45: Ja

00:40:46: gerne ein Satz nicht übrigens immer schon schwierig fand.

00:40:49: Schreiben lernt man durchschreiben.

00:40:52: Inwiefern?

00:40:53: Ich war mir der immer so ausschließend vorkam und ich dachte, ich glaube wir haben auch schon mal darüber gesprochen.

00:40:59: Wenn ich jetzt schreibe und ich schreiber halt immer wieder den gleichen Müll... Wie soll ich denn über das Schreiben von Müll lernen nicht mehr Müll zu

00:41:08: schreiben?!

00:41:09: Ja!

00:41:10: Und da kommt das Sprechen ja auch rein.

00:41:12: also so idealerweise schreibt man Müll kriegt von jemandem gesagt hey das ist ein bisschen Müll Und dann schreibt man beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr den gleichen Müll.

00:41:22: Oder

00:41:22: mir gefällt total gut an deinem Text das erste Wort, sondern kannst du so... Das erste Wort!

00:41:34: Dieses S was da steht.

00:41:37: Wow!

00:41:39: Super präzise.

00:41:41: alles was danach kommt verliert sich ein bisschen.

00:41:45: aber das ist super Criticism, Sandwich.

00:41:48: Immer was Positives finden!

00:41:55: Also Jeeva beschreibt... Zwei Dinge in dieser These, einmal dass sie sagt das halt wie in der These davor beschrieben die Studierenden einen hohen Bedarf an Wissensergänzung und Absicherung haben.

00:42:09: Und das kann eine autonome Schreibgruppe halt irgendwie erst mal nur nicht im Umfang leisten.

00:42:13: Da sitzt halt in der Regel kein Schreibprofessional dabei, der mit einer gewissen, mit einem gewissen Standing sagen kann ja so und so kannst du das lösen, so muss du das machen.

00:42:22: Das versucht die Gruppe aufzufangen.

00:42:25: Gversagt dann aber auch, das funktioniert nicht immer.

00:42:30: Da spielt Halbwissen eine Rolle, da können Missverständnisse reinkommen und Zitat ist dann.

00:42:35: der ernsthafte Versuch Fragen anderer zu beantworten übersteigt gelegentlich den kollektiven Wissensvorrat der Gruppe.

00:42:42: Also natürlich gibt es hier auch Einschränkungen.

00:42:45: sie schreibt aber tatsächlich auch das schon eine generell förderliche Wirkung hat diesen Austausch überhaupt so haben weil diese Fragen dadurch ja auch an Relevanz gewinnen können.

00:42:55: Es ist ja wieder verbunden mit dem.

00:42:56: es gibt keine dummen Fragen.

00:42:58: Wenn man dann halt so eine Frage stellt und sagt, ich habe keine Ahnung wie ich das lösen soll... ...und da nicht direkt aus der Gruppe eindeutige Lösungsvorschläge bekommt,... ...dass die alle anderen sagen, das machst du doch so und so, das ist doch ganz einfach, guck mal hier und dann hast du's gelöst!

00:43:10: Sondern tatsächlich in der Diskussion im Austausch darüber klar wird, dass auch die Anderen mit der Beantwortung dieser Frage oder mit der Lösung des Problems Struggeln gibt es ja auch so mindestens mal die Rückversicherung, dass man sagt okay ich bin nicht ganz alleine mit diesem Problem.

00:43:25: Die Lösung ist nicht offensichtlich das ist offensichtlich ein komplexes Problem und es ist dann auch irgendwie ein bisschen legitimer dieses Problem zu haben.

00:43:35: Und das ist halt eine ganz große Vorteil von Schreibgruppen weil sie genau den Raum dafür geben sowas auszuhandeln anders als ne Seminardiskussion oder ein Gespräch mit der Betreuerin oder sowas in der Art.

00:43:50: Das Besondere an den Schreibgruppen, die Jeefer untersucht hat ist allerdings jetzt für meinen Gedankenkonstrukt.

00:44:01: Weil ich ja auch über Schreibgruppen in Seminar nachgedacht habe... ...ist es in diesen Schreibgruppen Menschen mit verschiedenen Erfahrungsgraden.

00:44:13: Also da waren Leute, die waren ganz am Anfang vom Studium in einer Schreibgruppe mit Menschen.

00:44:21: Die schon im Master waren und dabei waren ihre Abschlussarbeit zu

00:44:25: schreiben.

00:44:27: Und ich glaube das ist noch eine andere Art von Impact reingibt in so ne Schreibkruppe was nicht heißt dass nur die Personen aus dem ersten Semester gelernt haben.

00:44:39: Das ja wirklich auch selten so.

00:44:40: also Selbst die kompetenteste Person in so einer Gruppe kriegt ja eine Rückversicherung dadurch, dass sie merkt, das sie in der Lage ist anderen Leuten ihr Wissen weiterzugeben und dass das ihnen, dass den anderen Leuten tatsächlich etwas hilft.

00:44:55: Das ja auch nicht ausgemacht!

00:44:57: Und sowas findet halt in der Schreibgruppe auch statt, dass man dann merkt mit all den Unsicherheiten, die man selbst hat, hat man auf einmal irgendwie einen Raum indem man sich potentiell als die kompettanteste Person empfinden kann oder auch von den anderen Mitgliedern der Schreibgruppe als solche empfunden wird.

00:45:14: Das kann ja auch ein Prozess und ein Erkenntnis

00:45:18: starten!

00:45:18: Ein wichtigen Satz, ich weiß die Thesen grad nicht aus dem Kopf... Ich habe jetzt Sorge dass es gleich kommt Aber ein wichtiger Satz in den Schreibgruppen ist so hat sie rausgefunden Keine Sprechstunde fragt die Dozentin den Dozenten dazu Und das kann ja für Lehrende auch sehr brügend sein, sowas zu erfahren.

00:45:44: Dass das immer wieder gesagt wird in den autonom organisierten

00:45:47: Schreibgruppen.".

00:45:48: Ja ich glaube... Ich bin mir nicht ganz sicher ob das darauf passt.

00:45:52: es ist aber glaube ich ihre fünfte These.

00:45:54: die Betreuungsperson ist als unsichtbare Dritte immer anwesend.

00:45:57: damit ist nicht quasi Jifa in ihrer Rolle als die Betreuerende dieser Forschungsarbeit und die Ausrichterin dieser Gruppen gemeint sondern die betreuungsperson Die den Arbeitsauftrag gegeben hat während wegen dem die schreibende Person in der Gruppe sitzt.

00:46:12: und da wird halt irgendwie genau das beschrieben.

00:46:16: Es wird gesagt, immer wieder erörtern die Gruppenmitglieder die bisherige Kommunikation mit ihrer Betreuungsperson und planen die Inhalte zukünftiger Treffen.

00:46:24: Indem die Studierenden über diese Treffen berichten, rufen sie sich Besprechungsinhalte zurück ins Gedächtnis um klären zuweilen auch unklare Situationen mit ihrer Schreibgruppe.

00:46:33: durch die Antizipation der anstehenden Kommunikationsmutterbetreuungsperson versuchten versuchen die Studieren so etwas Kalkulierbarkeit herzustellen.

00:46:41: So benimmt die Schreibkruppe die Funktion einer informellen Vor- und Nachbesprechung von Treffen der Betreuungsperson und ich glaube danach kommt dann auch das oft wirklich häufig quasi mindestens mal die Ermutigung kommt, zu sagen hey klär das nochmal mit deiner Betreuungen.

00:46:56: Das ist noch nicht eindeutig abgesprochen.

00:46:58: du musst da nochmal das Gespräch suchen auch wenn es unangenehm sein kann und auch wenn du vielleicht das Gefühl hast dass Du zu viele Fragen stellst oder zu triviale Fragen stellest.

00:47:08: Aber das kommt dann auch hier wieder rein, wenn die Schreibgruppe das nicht klären kann und da Leute nicht eindeutig sagen können ja das musst du so und so machen ist doch ganz eindeutlich sondern die alle sagen können wir dir auch nicht sagen Dann wird es auch dadurch wieder legitimer nochmal zur Betreuungspersonen zu gehen.

00:47:24: Ja In der nächsten These geht es um ein Thema was wir gerade schon ein bisschen angerissen haben nämlich Feedback Und Kritik.

00:47:36: Ich finde es hochspannend, weil ich letztens von einem Konzept gehört habe aus einer Lehrveranstaltung wo die Lehrperson eine Art Double Blind Peer Feedback versucht hat als Strategie.

00:47:57: Das hat wohl so mäßig gut funktioniert.

00:48:01: Es

00:48:02: wurde fies, hab' ich gehört!

00:48:06: Ich habe gedacht, das ist ganz passend.

00:48:09: Das ist auch bei wirklichen Double Blind Peer Review Verfahren manchmal so.

00:48:13: Ja, ich hab schon mal einen echten Einblick in das reale Wissenschaftssystem.

00:48:18: Es

00:48:19: hilft total beim dranbleiben und wissen wofür es gut ist.

00:48:29: Genau als sie... hat ja auch einige Transkriptionstellen vorher, wo sie aufzeigt wie die Studierenden versuchen in der Schreibgruppe da so ein Tanz um Kritik und um Feedback.

00:48:42: Und erst etwas anbringen und dann wieder ein bisschen zurücknehmen und auch über dadurch dass es eine Gruppe ist kann ja auch Leute einem an die Seite springen und genau während andere sozusagen gefühlt angreifen.

00:48:55: ich meine so ein Text bleibt was Persönliches.

00:48:58: Ich glaube, wir haben auch im Podcast schon mal irgendwann darüber gesprochen.

00:49:00: Es dürfte eine Weile her sein dass als so generative KI aufkam ja dann auch recht schnell damit rum experimentiert wurde studierende Texte von generativer KI kritisieren zu lassen und das dann Lehrende die Beobachtung gemacht haben dass wo Studierende in der Kritik ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen halt sehr sehr milde sind und quasi wirklich auch versuchen halt Dinge viel zu loben und sie teilweise als zu unkritisch erschienen.

00:49:31: Sie halt in der Kritik, der KI-generierten Texte sehr scharf und kritisch und ruthless waren und das irgendwie sehr auseinandergenommen haben.

00:49:41: Und ich glaube so ein ähnlicher Effekt entsteht bei dem Double Blind Verfahren indem man hat quasi wirklich den konkreten Namen einer realen Person wegnimmt.

00:49:47: natürlich weiß man in dem Fall noch okay dass Da steht eine reale Person dahinter, aber diese Person ist halt wieder schon so weit weg.

00:49:54: Dass man eher sagen kann, ich kritisiere jetzt niemandem direkt ins Gesicht

00:49:59: immerhin.

00:49:59: Das Internetphänomen?

00:50:01: Ja genau,

00:50:03: das

00:50:04: muss sich für unsichtbar hält und teilweise mit ihrem Klarnamen einfach die größte Scheiße ins Internet schreiben.

00:50:10: ja so einen Format du setzt halt niemandem gegenüber.

00:50:15: Ich finde in der Autonomenschreibgruppe, also ich find das aber auch... Das ist so ein schöner Lerneffekt.

00:50:19: Also das was Giva so als eben genau dieser Tanz um die Kritik entsteht.

00:50:24: Dass man weiß eigentlich trifft man sich ja schon hier, um gemeinschaftlich über Texte zu sprechen und diese Texte auch zu verbessern Und dazu gehört halt irgendwie auch ein bisschen Kritik.

00:50:33: Aber dass man dadurch dann halt irgendwie so'n bisschen auf die harte Tour konstruktive Kritik lernt und halt eben Leuten den man gegenüber sitzt Verbesserungsvorschläge macht deren Feedback man direkt sieht anhand der Reaktionen, die sie verbal äußern oder die sie non-verbal im Gesicht tragen.

00:50:50: Also ich merke über mein... warst du fertig?

00:50:53: War das am Punkt?

00:50:54: Ja komm mal!

00:50:54: Punkt Ich merke Über meine systemischen Weiterbildung Das Feedback Nicht etwas ist was Du irgendwie Intuitiv lernst.

00:51:08: Feedback Ist nicht.

00:51:10: Auch nicht so, ihr machst halt Senfa-Jonegite schon.

00:51:13: Sondern es gibt ganz viele verschiedene Feedbackmethoden.

00:51:15: und wenn wir einfach mal dieses Feed ist füttern?

00:51:19: Ja, wenn wir etwas zurückgeben, etwas füttern, etwas... Und das ist etwas sein darf was du annehmen oder ablehnen kannst!

00:51:27: Deswegen funktioniert übrigens für mich auch im Seminarkonzept keine double blind Geschichte weil ich meine in einem Zeit Journalgeschichte stimmig dem implizit zu, weil ich reich etwas ein und das gehört nun mal zum Qualitätskontrollprozess.

00:51:44: Aber wenn du selbst lernende... also du bleibst lernen Personen aber in einem Seminarkonzept finde ich das persönlich schwierig.

00:51:50: Aber auch direkt von der Lehrperson gehört.

00:51:53: deshalb weiß ich nicht wie das gefahren war für mich.

00:51:56: Und genau ich finde zum Beispiel habe ich in einer systemischen Beratungsausbildung Das war meine erste systemische Ausbildung, habe ich eine Feedback-Methode kennengelernt.

00:52:09: Die fand ich herausfordernd erstmal und hab da gemerkt dass ich bis dahin... Ich hatte ja schon den Master!

00:52:18: Naja, nie ich war dabei denen zu schreiben aber die Masterarbeit.

00:52:23: Aber ich hatte halt meinen Verständnis von Feedback und ich war ja schon ausgebildete Schreibberaterin auf jeden Fall.

00:52:30: Mein Verständnissen von Feedbacks war, dass ich bei der anderen Person etwas verbessern will.

00:52:37: Also nicht an der Person sondern am Text oder an eine Handlung oder an irgendwas.

00:52:44: Und das in dieser systemischen Beratungssituation hatten wir eine Feedbackmethode gelernt, wo es darum ging, Was uns gut gefällt, was uns anspricht?

00:52:54: Was uns mitnimmt.

00:52:56: Was uns zum Denken bringt.

00:52:57: nur so etwas.

00:52:59: Nur vermeintlich Positives.

00:53:03: und ich dachte aber wir müssen doch auch über andere Sachen sprechen und sonst und wie sollen das?

00:53:07: und so.

00:53:09: Und nach einem halben Jahr dachte ich dass funktioniert richtig gut.

00:53:18: gemerkt habe auf einem eigenen.

00:53:19: Wir hatten so Live-Beratungen, die wir vorführen mussten und ich war... Die erste, ich dachte dann hätte ich es hinter mir.

00:53:29: Ich hab da gesessen und hab dann ein Feedback von den anderen bekommen und das hat richtig gut funktioniert weil ich konnte's annehmen und ich konnte genau an den Stellen, die für verschiedene Personen gut funktioniert haben bin ich weitergewachsen Und das andere war nicht relevant.

00:53:43: Es war ja auch nicht, dass ich irgendwie mit dem anderen etwas Zerstörerisches gemacht habe.

00:53:46: Das ging ja nicht darum, wenn wir das jetzt auf Schreiben und Schreibgruppen projizieren, geht es ja nicht drum, irgendwie das Plagiat zu verschweigen?

00:53:53: Ja.

00:53:54: So.

00:53:57: Aber ich glaube, dass Feedback sehr gut trainiert werden muss.

00:54:04: Ja.

00:54:05: Und man kann das einfach nicht von Anfang an.

00:54:08: Auch hier eine Schreibgruppe, wenn sie lang genug läuft und wirklich zu so einem Safe Space wird.

00:54:12: Und zu einem wirklich studentischen Raum kann eben auch genau den Umfang dafür bieten, dass es halt immer besser

00:54:19: wird als der Gruppe

00:54:20: anfängt sich aufeinander einzustimmen.

00:54:22: Ja!

00:54:25: Den Text, den wir gelesen... ja, welcher warten das?

00:54:30: Wir haben einen Text gelesen wo wir über verschiedene Schreib-Gruppen gesprochen haben.

00:54:36: Da ging es darum, dass die Person meinte das die zerstörerischen Schreibgruppen die einzig richtigen sind quasi.

00:54:45: Und... Das ist ein Bird by Bird?

00:54:47: Nee, nee!

00:54:49: Das war später.

00:54:51: Das war noch nach Chuck Pelennick würde ich sagen.

00:54:55: War das Benedikt Wells der Schreibredgeber von der Kronologie her kommt mir nicht passend vor.

00:55:00: Nee super unpassend.

00:55:02: Ne es war irgendein so einen Anratex.

00:55:03: Es war kein so ein Buch was so hübsch geschrieben war, glaube ich.

00:55:09: Okay?

00:55:09: Ah dann kriegst du dann habe ich es nicht mehr auf dem Schirm so spontan.

00:55:15: Vielleicht tue ich jetzt im Text auch unrecht mit diesem.

00:55:17: Es war kein so ein Buch das so hiebsch beschrieben war vielleicht noch total hiebgeschrieben.

00:55:24: Aber genau auf jeden Fall haben wir da sehr heftig drum diskutiert weil ich dachte ja ich verstehe das voll dieses Roasted werden als Konzept.

00:55:36: und inzwischen denke Ich versteh's, aber es würde mich null weiterbringen.

00:55:41: Weil ich komme in eine Blockadehaltung... ...ich bin ein bisschen sensibel was Feedback angeht?

00:55:46: Ja.

00:55:47: Ich weiß mich auch selbst schon die ganze Zeit so hart diste glaube ich.

00:55:51: Also und ich finde es nachvollziehbar, Giva greift das ja in ihrem Text auch auf also sie zitiert hier ne Studie von quasi ähm also sie zitiert Wolfsberger keine Studie einfach ihren Text.

00:56:04: Die quasi eine Destruktivität von Feedback zeigt, also auch aufzeigt dass es das haben kann.

00:56:09: und sie, also Gifa schreibt dazu.

00:56:12: Dass sie quasi das für besonders gängig in eben zum Beispiel Kolokwien für Abschlussarbeiten hält und generell halt so schon diese akademischen Felder die sich schon an tatsächlich den Berufswunsch in der Forschung oder Akademie arbeiten an Grenzen und ich glaube da ist das dann halt auch so... Da hat man dann auch ein bisschen was davon, wenn man so destruktiv ist.

00:56:37: Weil da ist es ja schon ein kompetitives Feld.

00:56:40: Nicht alle die in diesen Kolokwien sitzen werden drin bleiben.

00:56:43: Es gibt nicht genügend Stellen für alle, die da gerade vor sich hin ihre Abschlussarbeiten schreiben und darüber nachdenken danach eine Promotion anzufangen oder schon ihre Promotion haben.

00:56:53: Die autonome Schreibgruppen haben dieses Incentive hoffentlich nicht!

00:56:57: Also wenn... Wenn man eine autonomische Schreib-Gruppe baut in der halt irgendwie ganz viele Promovierende beim gleichen Professor sind und man am Ende weiß von uns Fünfen bleibt eine Person übrig, die vielleicht hier ne Stelle angeboten bekommt.

00:57:11: Dann ist es vielleicht keine gut funktionierende Schreibgruppe außer man sagt Competitiveness und Misstrauen und Konkurrenz zueinander treiben uns an schnell zu schreiben.

00:57:24: Aber ich weiß nicht, wie gut das als Motivator ist.

00:57:28: Ob es dann noch als Safe Space funktioniert?

00:57:30: Nee genau eher nicht!

00:57:32: Und Gifa schreibt dann ja am Ende quasi die autonomen Schreibgruppen erweisen sich auch hier im Kontrast als kollegialer geschützter Raum in dem Kritik produktiv geäußert und angenommen werden kann.

00:57:44: Das ist glaube ich das.

00:57:46: idealerweise ist es genau das so... Das ist einer der wenigen Spaces, die die Option haben in diesem ganzen Funktionsraum Bildungsinstitutionen so etwas darzustellen.

00:58:00: Wo keine Lehrperson dabei sitzt, keine Person, die auf den gleichen Job schielt wie man selbst, auf dem gleichen Abschlussschild wie man selber.

00:58:08: So das ist der große Vorteil davon.

00:58:13: Sie nicht an dieser Stelle sondern weiter vorne im Text führt sie auch Transkriptionsabsetze, transkrivierte Absätze.

00:58:21: So heißt es.

00:58:22: Transkrivite Absätze aus so einem Schreibgruppengespräch zu einer Feedback-Situation auf.

00:58:29: Ich glaube da geht sie hier nochmal kurz darauf ein und das ist tatsächlich wirklich spannend weil das genauso wie ich... Also und wie sie's auch umschreibt als Tanz funktioniert also dass erst mal eine Person etwas beschreibt einen Einen Vorgehen, wie sie sich das vorstellt für die Arbeit und dann die andere.

00:58:50: So macht man das auf gar keinen Fall!

00:58:51: Es geht gar nicht Und dann im Gespräch so ein Konsens herausgearbeitet wird zu vielleicht geht es ja in deinem Fachbereich doch?

00:59:01: Wer weiß.

00:59:02: und ja spannend interessant so und das fand ich einen interessanten Bogen.

00:59:08: also als ich das gelesen habe dachte ich erst so oh Gott und war direkt gefühlt selber in der Situation Und beim Weiterlesen hat sich das dann aufgelöst hinzu, ah ja okay.

00:59:24: Ich glaube ich gehe auch noch mal nachlesen dazu oder mich informieren und so weiter.

00:59:32: Also ich fand es sehr beruhigend zu sehen wie produktiv das wurde.

00:59:39: die Stelle.

00:59:41: Ja!

00:59:43: Und an der Stelle war's also wie an anderen Stellen auch glaube ich sehr gut dass da verschiedene Erfahrungsstufen von Studierenden in einer Schreibgruppe zusammenbauen.

00:59:54: Ja, also das ist ja auch das was ich auch immer wieder ein Schreibworkshop sehe.

00:59:57: Das ist unheimlich sinnvolles wenn da Leute mit verschiedenen Erfahrungshorizonten sitzen und nicht nur weil die Erfahrenderen den weniger erfahrene etwas beibringen sondern auch weil die wenige erfahrenen den vererfahrenen neue Perspektiven beibringen können.

01:00:13: Und weil sie auch nochmal eine andere Neugier reinbringen.

01:00:17: zum Beispiel

01:00:20: Ja, mit Blick auf die Uhr.

01:00:21: Wir haben so die letzten zwei Thesen.

01:00:23: ich finde die These autonome Schreibgruppen sind tatsächlich Pierformate Da haben wir

01:00:28: schon darüber gesprochen.

01:00:30: Das zeigt sich halt wirklich, wenn sie so durchgesetzt werden als autonome Gruppen wie sie gedacht sind dann können sie auch genauso funktionieren.

01:00:36: und ganz zum Abschluss ihrer achte These beschreibt Gifa nochmal spezifische Defizite die tatsächlich Sie hauptsächlich als diskursive Defizit aufmacht dass quasi Studierende zB über wenig Formales Schreibwissen verfügen und dann halt eben es genau zu so ja Wissensgrenzen kommen kann, wo die Studierenden sich nicht mehr helfen können.

01:01:00: Sie bestenfalls erkennen dass sie sich nicht professionell weiterhelfen können schlimmstenfalls aber auch durch Fehlannahmen oder halt so Halbwissen falsche Hilfe entsteht.

01:01:10: Wenn dann irgendjemand mit einer starken Stimme in der Gruppe ist und sagt, ja so musst du das machen.

01:01:14: Und das schreibt die taktische Sicht aber wirklich ein falscher Hilfe?

01:01:17: Dann kann das ein Problem sein gerade wegen der Autonomie der Gruppen wenn dann halt niemand korrigierend eingreifen kann und sagen kann ah na da gibt es noch andere Wege.

01:01:26: Das ist zum Beispiel wieder das Problem wenn Du eine Person hast die als sehr erfahren im Schreiben angenommen wird sich selbst vielleicht auch für sehr erfahren hält Und dann sehr oft Aussagen wie, das musst du so machen.

01:01:36: Das kriegst Du so gelöst!

01:01:38: Sehr sehr direktiv vielleicht mit bestem Wissen überhaupt nicht schädlich gemeint aber halt zum Beispiel sehr auf das eigene Fach oder die eigene Schreibsituation ausgerichtet und dann nicht reflektiert dass das für eine andere Person nicht das gleiche sein muss.

01:01:53: So was ist ein typisches Problem einer autonomen Schreibgruppe finde ich sehr nachvollziehbar.

01:01:59: also ja würde ich auch so sehen

01:02:02: Ja Hat sie so durchgezogen auch durch den Text, dass das eine Schwierigkeit ist?

01:02:10: Ja.

01:02:11: An der Stelle habe ich mich beim Lesen gefragt ob diese Schwierigkeiten auch manche positiven Seiten überwiegt.

01:02:20: Sie kommt ja zu dem Schluss, dass es nicht so ist.

01:02:26: Kann ich nachvollziehen.

01:02:27: Was ich interessant finde, das erwähnt sie nur ganz am Ende mal, ganz kurz und das ist eines der großen Defizite die ich in meiner bisherigen Arbeit mit Schreibgruppen erlebt habe Und Sie meint aber es ist bei ihr jetzt nicht im großem Maße beobachtet worden nämlich die fehlende Verbindlichkeit von autonomen Schreibkruppen.

01:02:41: Das ist das was ich im Tübingen... Oh ja!

01:02:42: Die stellt

01:02:43: sich auch da.

01:02:44: Ja Sie meint aber interessanterweise so bei ihr nicht.

01:02:48: So im Sinne von konnte nicht in größerem Maße beobachtet werden.

01:02:51: Ja, weil sie schreibt das ja zum Beispiel an einer Gruppe da sagt sie dann kommt eine Person ne halbe Stunde zu spät, setzt sich dazu und bleibt ne halben Stunde und geht dann wieder.

01:03:00: Also kommt ne halbzehnte Stunde zu Spät und geht auch ne Stunde ne halbes

01:03:03: Stunde zu

01:03:04: früh?

01:03:04: Okay ich habe jetzt hier gerade diese Zusammenfassung am Ende vorgenommen.

01:03:06: Ja genau, in der Zusammenfassung weiß ich auch dass die dann schreibt, ja das konnte nicht einen wesentlichen Ausmaß, dafür waren es zu wenig Schreibgruppen.

01:03:15: Genau, das ist die Sache und ich finde da kommt auch die Forschungs-Situation wieder rein.

01:03:19: Es entsteht eine höhere Verbindlichkeit wenn du weißt dieses Schreibgruppen treffen wird beforst.

01:03:23: Ja!

01:03:23: Dadurch ist nochmal eine andere Ebene der Verbindlichkeit drin.

01:03:28: Ja, ich meine aber wie hättest du es dann idealerweise?

01:03:30: Das macht diese Schreibgruppe realer.

01:03:32: Weil das ist unsere praktische Erfahrung!

01:03:34: Wir haben Schreibkruppen hier in Tübingen angeboten über verschiedenste Formate für Studierende moderiert von unseren Tutoren autonom zur Selbstmoderation, für Promovierende mit einer hohen intrinsischen Motivation.

01:03:45: Alle dieses Schreibkuppen sind an fehlender Verbindlichkeit und fehlenderegelmäßiger Teilnahme gescheitert – und zwar in kürzester Zeit.

01:03:54: Also so.

01:03:55: die Drop-off Kurve war so extrem, bei einem Startauftakt Treffen waren irgendwie zwölf Personen dabei.

01:04:04: Die wir dann eigentlich schon in mehrere Schreibgruppen runterbrechen wollten.

01:04:07: Dann haben wir schnell gesehen viele dieser Personen kommen nicht wieder oder kommen nicht regelmäßig oder kommen einmal im Monat vorbei Also bei einem von vier Treffen, sodass wir die dann zusammengelegt haben.

01:04:18: Durch das Zusammenlegen wurde es fast noch schlimmer weil dann wieder andere Personen gesehen haben, ah jetzt sind ja wieder ein paar mehr Leute da!

01:04:24: Da muss ich ja nicht mehr regelmäßig kommen.

01:04:26: und dann endete das alles sehr schnell mit zwei Personen die regelmäßig daran teilnehmen.

01:04:33: Von den ehemals zwölf So, das ist leider unsere Erfahrung.

01:04:39: So sehr unserer Erfahrung gewesen dass wir trotzdem wie immer mal wieder Anfragen bekommen sowas zu machen, die sehr zögerlich sind weil wir sagen es rechnet sich leider so gut wie nicht Arbeitszeit als Ressource in so ein Format zu pumpen.

01:04:56: Leider obwohl wir sehr, sehr sinnvoll finden.

01:05:00: Wir haben Anleitungen erstellt wie Studierende autonome Schreibgruppen entwickeln, starten und mit Regeln behaften können.

01:05:07: Wie würden dazu zum Beispiel auch ein Auftakt-Meeting mit Tutoren von uns anbieten?

01:05:11: Wenn sich eine Schreibkruppe findet dann können die z.B.

01:05:13: zu unseren Gruppenberatung kommen.

01:05:16: So was haben wir jetzt angeboten?

01:05:18: Das wird meines Wissens nach nie genutzt!

01:05:21: Ja interessant...

01:05:22: Das soll jetzt

01:05:22: gar nicht so ein pessimistisches

01:05:24: Ende sein.

01:05:24: das ist einfach nur mal diese Beobachtung.

01:05:26: Das ist wirklich leider die faktische Beobachtung bei uns an der Uni.

01:05:30: Es hebt nicht ab!

01:05:33: Was denkst du denn, wie sich sowas ändern ließe?

01:05:36: Ich glaube hauptsächlich durch die wichtige Zusammensetzung der Menschen...

01:05:40: Also weil ich fand zum Beispiel diese Situation, wie gesagt, die sie schildert mit diesem, dass ja eine Person in einer Schreibgruppe kommt und eine halbe Stunde zu spät bleibt, eine halte Stunde und geht dann ne halbe stunde zu früh Und das in einer aufgezeichneten Session fand ich Schon krass dreist auch.

01:05:58: Ja, ja du brauchst eine Gruppe die genau das richtig richtige Mischverhältnis aus intrinsischer Motivation und extrinsischem Verantwortungsbewusstsein braucht.

01:06:10: also intrinsisch Die müssen wirklich Bock haben.

01:06:13: sie müssen das Gefühl haben über lange Zeit dass diese gruppe ihnen was bringt.

01:06:17: Extrinsisch die müssen das als einer Verpflichtung wahrnehmen und nicht als ein Termin der bei der kleinsten Beim kleinsten Störgeräusch oder beim kleinsten Kalender, da kommt jetzt was anderes rein, Ding fallen gelassen wird.

01:06:34: Sondern die Verbindlichkeit muss hoch genug sein.

01:06:38: Dieses Mischverhältnis muss irgendwie hergestellt werden und ich glaube das liegt ganz hart an den Menschen, die in diese Gruppe kommen und nicht so sehr am Regelframework herum.

01:06:48: Weil auch damit haben wir super viele mitgearbeitet.

01:06:51: Am Ende haben wir diese Autonomenschreibkommens, haben wir Mit-Anmeldung und Teilnahme Liste gemacht.

01:06:56: Das war nie unser Plan!

01:06:58: Wir wollten das am Anfang einfach als so lockeres Drop-Informat machen... ...und dann haben wir gemerkt da kommt kein Schwein.

01:07:03: Und dann haben gesagt okay, wir erhöhen die Verbindlichkeit durch Regeln.

01:07:07: Hat auch nichts gebracht.

01:07:09: Gar nix.

01:07:13: Also ich vermute dass es was bringen könnte Wenn Menschen wissen, dass es ihnen was bringt.

01:07:19: Das klang ja bei dir auch schon mit durch gerade.

01:07:22: Aber dafür das du weißt, dass ist dir etwas bringen wird, müsstest du jetzt ja eine gewisse Weise durchziehen wie so Lauftraining?

01:07:29: Also du weisst erst, dass das Training was bringt wenn du's in ein gewisser Weile gemacht hast und ums eine gewissweile zu machen musst aber wissen, daß es dir was bringt.

01:07:42: Ja genau Das meine ich mit.

01:07:44: Du brauchst erst mal die Disziplin, deine Weile drin vorbeizubreifen auch wenn diese Schreibgruppe vielleicht nicht von einer Woche auf die nächste alle deine Probleme löst?

01:07:53: Das würde halt zu so... Ich weiß nicht wie nennt man das da ein Teilautonomen-Schreibgruppenfühl also das was ich gesagt habe mit Schreibkruppen im Rahmen einer Veranstaltung zu machen.

01:08:04: Also wir haben jetzt keine Ahnung.

01:08:08: ein Seminar das dauert eineinhalb Stunden davon kappt ihr jetzt zwanzig Minuten zum Reden.

01:08:15: Ich hab so was mal gemacht in einer Vorlesung, die ich gegeben habe.

01:08:19: Die hab ich aber online gegeben und die waren dann in Breakout Sessions.

01:08:24: Das heißt, ich hab null Idee, was passiert ist in der Zeit?

01:08:28: Ich hab einfach mal Vertrauen reingegeben.

01:08:33: Ich weiß es auch immer noch nicht!

01:08:34: Ja ja... Und ich glaube du musst das gar nicht unbedingt wissen.

01:08:38: Das ist halt auch so eine Sache.

01:08:40: damit das ein Safe Space ist ... muss man sich als moderierende Person oder als Lehrperson da halt wirklich auch raushalten.

01:08:48: Und deshalb hat man aber auch nicht so viele Stellschrauben meiner Meinung nach, um zu garantieren dass die Gruppe was wird.

01:08:55: Ja also ne ja genau Aber irgendwie... Also weißt du mal was ich meine?

01:08:59: Irgendeine Evaluationsmäßig So?

01:09:04: Ich weiß es auch nicht.

01:09:05: Ja würde gerne wissen ob's was bringt.

01:09:10: Also ja sie schreibt das bringt was Genau, aber wie lange muss eine Schreibgruppe sein?

01:09:16: Also weil das ist ja jetzt in der Erforschung waren es glaube ich ungefähr anderthalb Stunden so ein Treffen.

01:09:21: Sechzig bis neunzig Minuten glaube ich bei den Gruppen die sie hatte und dass es... Wie lange muss es sein damit es Wirkung hat?

01:09:31: Ja keine Ahnung.

01:09:34: Lang sind eure Schreibgrupper?

01:09:37: Wir hatten immer Formate von so circa Neunzig Minuten mit einem kurzen Schritt Sprechauftall oder nee, waren glaube ich sogar zwei Stunden.

01:09:44: Irgendwas mindestens neunzig Minuten eventuell über uns hundertzwanzig Minuten.

01:09:48: für die Promovierenden haben wir vielleicht sogar mal ein längeres Format getestet einmal die Woche.

01:09:53: da war immer ein kurzer Gesprächsauftakt und immer eine kurze Reflexionsrunde am Ende dabei also Schreibzeit sagen wir mal zwanzig minuten weniger als das gesamte Meeting lang war.

01:10:11: Also ich finde es ein super wichtiges Konzept und ich finde eine Forschung spannend, die das noch mal macht.

01:10:23: Und zwar vor allem auf die Frage nach den Inhalten weil das ja eine Forschungs- ist die Vorderverbreitung von generativer KI stattgefunden hat.

01:10:35: Ja,

01:10:36: das stimmt!

01:10:39: interessieren, was sich verändert hat seitdem.

01:10:42: Ob sich etwas verändert hat?

01:10:44: Vielleicht ist es ja auch gar kein Thema.

01:10:45: Unterstudierenden und eine Untersuchung dazu als didaktisches Konzept im Rahmen von Lehrveranstaltungen.

01:10:57: Ja, fände ich auch total spannend auf jeden Fall.

01:11:01: Auch mit der Frage wie lang muss so was sein und so weiter...

01:11:03: Genau!

01:11:04: Und macht das Sinn in eine Lehre?

01:11:06: Kann es sinnvolle in einer Lehrveranstalten eingebettet zu werden, wenn man dann wieder das Gefühl hat von man zwingt die Leute dazu und ist es da noch das richtige.

01:11:15: Aber spannend finde ich's auch!

01:11:17: Also so würde ich auch schliessen dass Gifas Arbeit mir auch wieder beim Lesen mehr Lust gemacht hat über Schreibgruppenformate nachzudenken und nochmal einen erneuten Ansatz zu starten ein funktionierendes Format zu finden auch für uns im Schreibtzentrum Obwohl wir diese ganzen negativen Erfahrungen damit hatten, überzeugt vom Konzept sind wir trotzdem.

01:11:39: Aber so haben es halt nicht mehr gemacht weil wir es wirklich lange versucht hatten und das nicht abgehoben ist.

01:11:46: Und die Arbeit liefert einem nochmal gute Gründe, gute Diskussionsthesen und zeigt vor allem auch dass es funktionieren kann wenn auch nur in einer sehr kleinen Gruppe von fünf funktionierenden Gruppen.

01:11:57: Mir fällt gerade noch was dazu ein und zwar ist es im Rahmen meiner systemischen Weiterbildung immer verpflichtend gewesen, sowas zu machen.

01:12:07: Keine Schreibgruppe, das heißt dann Intervisionsgruppe also eine kleines Lerngruppenformat in dem du hundert Stunden... Also jetzt mache ich ja grade diese Weiterbildung des themische Supervisionen Organisationsberatung & Coaching und die geht über zwei Jahre oder so.

01:12:26: Und hundert Stunden musst du in der Kleingruppe selbst organisiert das machen.

01:12:37: Das war auch in der Weiterbildung zu systemischer Beratung schon so, da waren es auch Hundert Stunden und da war es noch ein bisschen strukturierter.

01:12:47: Da musste man z.B.

01:12:48: Literaturarbeit machen usw.

01:12:49: Ein paar Inhalte vorgegeben.

01:12:52: Im Prinzip denke ich gerade daran... etwas Wichtiges daran passiert ist, glaube ich zumindest für mich.

01:13:03: Dieses das es am Anfang als irgendwie störend empfunden wird und du dann feststellst dadurch dass es ein Zwang ist und du das machen musst.

01:13:12: also theoretisch könntest du dir auch einfach alles unterschreiben gegenseitig und das hinlegen ist ja quatsch weil Du machst es ja eh intrinsisch so.

01:13:19: Aber du merkst halt, es gibt die Möglichkeit darüber zu merken.

01:13:23: Das ist ein sinnhaftes Formatis und das auch danach selbst organisiert weiterzuführen.

01:13:29: Also so eine Zeit lang zwang.

01:13:33: Und vielleicht ist das die Idee vom Sportunterricht in der Schule theoretisch?

01:13:39: Also so zu merke Du musst jetzt Sport machen in der schule so irgendwie ... neun bis dreizehn Jahre wirst du dazu gezwungen, dabei merkst du das total geil ist und willst es den Rest des Lebens weitermachen.

01:13:52: Die dachte schwer dass überarbeitungswürdig wenn das das Konzept ist aber...

01:13:56: Ja definitiv.

01:14:01: Aber immerhin hatte ich nach meinem Abiturspaß am Sport.

01:14:04: Als es vorbei war, da hatte ich Lust drauf.

01:14:08: Kann ja auch befreien wirken.

01:14:08: so funktioniert ja Schule in manchen Bereichen in Deutschland.

01:14:15: Weiß nicht, ob man da nicht irgendwie bessere Lösungen finden kann für... Gut.

01:14:20: Das war's?

01:14:20: Ich

01:14:21: würde sagen das war es.

01:14:22: oder wir haben eh schon ne Mega-Folge und...

01:14:25: Haben wir?

01:14:26: Ja!

01:14:27: Wir sind bei der Stunde zwanzig.

01:14:29: Oh, crazy.

01:14:30: Ich hab überhaupt gar keine ... Wow!

01:14:32: Ich dachte, die werden mal forty-fünf Minuten.

01:14:37: Nee, nicht ganz.

01:14:38: Dafür dass du mir sagst, du kannst heute nur am Vormittag aufnehmen und wir uns jetzt urzeittechnisch so langsam wirklich so straight Richtung Nachmittag bewegen?

01:14:46: Ich muss um zwölf Minuten bei Oma sein.

01:14:49: Das wird sportlich.

01:14:50: Cool.

01:14:51: Ja nee dann würde ich doch sagen war es das für heute?

01:14:56: Okay ähm genau Bis zum nächsten Mal, hoffentlich in zwei Wochen.

01:15:04: Und ich gehe dann mal zur Geburtstagsfeier.

01:15:07: Viel Spaß dabei!

01:15:08: Euch allen noch eine schöne Woche.

01:15:10: Wann immer ihr das hört und wir hören uns beim nächsten Mal.

01:15:14: Tschüss!

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